Re: Pfuschen unter Linux ;-)
Hi
Fr das skolelinux-Projekt arbeiten wir gerade an einer Klausur/Prfungsumgebung fr Linux Terminalserver.
Stellt euch vor, ihr seid ein Schler und wollt gerne digital "tuschen" also mit anderen kommunizieren oder auf nicht erlaubte Hilfsmittel zugreifen. Welche Ideen fallen euch dazu ein ?
Ich weiß ja nicht, wie Skolelinux aufgebaut ist, daher gehe ich mal von einer normalen (multiuser) Linux-Umgebung aus. Alle Methoden erfordern vorherige Absprachen. 1. Extrem einfach: Text-Dateien ins eigene Verzeichnis schreiben, die kann jeder andere User lesen und mit der gleichen Methode antworten. Das können die Delinquenten dann auch noch so verschüsseln, dass man Ihnen nichts nachweisen kann, bzw. garnicht erst darauf kommt (z.B. beim Verstecken der Nachrichten in Binaries oder Bildern). 2. Unwesentlich schwieriger aber nützlicher: Mit su auf anderen User wechseln (oder DISPLAY Variable entsprechend setzen, wenn der Empfänger xhost manipuliert) und mit dialog gui (z.B. gdialog) Nachrichten direkt auf den Schirm des Addressaten brinden. Wenn man zugriff auf das X des Nutzers hat hat man noch hunderte weiterer Möglichkeiten, die sich teilweise schwer nachweisen lassen. 3. Wieder sehr leicht: Shellskript schreiben in dem nur ein langes sleep steht. Nachrichten können in der Prozesslisten (z.B. mit ps aux) als Skript-Name und Kommando-Zeilen-Parameter gelesen werden. 4. Das waren nur die Möglichkeiten, die mir ganz spontan eingefallen sind. Es gibt vermutlich noch dutzende anderer, wenn User auf dem gleichen Rechner arbeiten.
Welche Massnahmen wrdet ihr als Lehrer/Admin treffen um Pfuschen zu verhindern ?
1. Zugriffsrechte ändern, chown und chmod deaktivieren. 2. su und xhost deaktivieren. 3. ps und top deaktivieren, /proc unlesbar machen. 4. Linux ist auf Transparenz optimiert. Man müsste die Schüler so vollständig wie möglich trennen. Dateisystem-Rechte müssen manipuliert werden, es dürfen nur die Prozesse gestartet werden können, die für die Bewältigung der Aufgabe nötig sind, /proc muss trotzdem unlesbar sein (Kommandozeilen-Argumente lassen sich wohl kaum verhindern). ps und top deaktivieren. Wenn möglich keine Shell zur Verfügung stellen, Programme nur über Menus starten lassen, die nicht editierbar sind. Login-Accounts für die Prüfungs-Umgebung erst mit Beginn der Prüfung bekannt geben (natürlich nicht öffentlich). Die verbleibenden Lücken hängen von dem ab, was dann noch an Programmen zur Verfügung steht. Gruß Thorsten
Teilnehmer (2)
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Benedikt Wildenhain
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Thorsten Roggendorf