On Sat, 5 Jun 1999, Jens Sülwald wrote:
Ich hab eine große datei transportiert und dabei die Zeit gemessen. Und dann die Transferrate ausgerechnet.
Hast Du eine Fehlerabschätzung durchgeführt? ;-) Gerade mal probiert, jeweils eine 100MB Datei (also größer als der Buffer-Cache) von localhost zu localhost kopiert. Ergebnis: 1. FTP-Transfer: 2400 kByte/s 2. Samba: 2460 kByte/s 3. NFS: 2490 kByte/s Wobei beim FTP-Transfer nur die ersten beiden Stellen ausgegeben werden, aber mehr ist eh nicht wirklich gültig. Wie man sieht, sind die Transferraten bei allen drei Methoden im Rahmen der (angenommenen) Meßgenauigkeit gleich. Das ganze wurde durchgeführt auf einem Celeron 333 mit Quantum Atlas II unter Linux 2.2.5 mit knfsd 1.2.2 und Samba 2.0.3. Zufälligerweise unterscheiden sich die obigen Werte nicht besonders von dem was ich bekomme, wenn ich eine ganz normale lokale Kopie von Verzeichnis zu Verzeichnis durchführe. Laut Datenblatt schafft die Atlas II zwar mehr, aber bei diesem Versuch habe ich ja gleichzeitig gelesen und geschrieben. Ich würde mich daher, trotz völlig unprofessioneller Meßweise, zu der Aussage hinreissen lassen, daß die Performance sowohl von Samba als auch von NFS ausschließlich vom I/O Durchsatz der drei Komponenten Server/Client/Netzwerk abhängt und sich ansonsten keinen Deut unterscheidet. Im interessenten Bereich, also dem Durchsatz normaler Festplatten, dürfte das Netzwerk sogar uninteressant sein, d.h. der Durchsatz hängt rein von der I/O-Performance des Servers bzw. des Clients ab. Diese Messung stellt natürlich nur einen sehr kleinen Ausschnitt der Daten dar, die die Leistung eines Fileservers bestimmen. Die Antwortzeit ist insbesondere bei kurzen Operationen sehr wichtig, wie auch das Verhalten bei zunehmender Anzahl gleichzeitiger Operationen. Auch die Locking-Möglichkeiten haben erheblichen Einfluss, da ohne Locking Client-Side Caching erheblich eingeschränkt ist. Ich glaube aber nicht, daß sich hier die Meßdaten großartig unterscheiden werden. ---Ingo
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Ingo Luetkebohle