Hi *, hier nur mal mein subjektiver Bericht vom Treffen in Herford: - Die Schulverwaltung in Herford stellt den in der Ausschreibung genannten Schulen eine 'Basisausstattung' zur Verfügung. Der Umfang dieser Basisausstattung geht - laut Herrn Schweppe von der Schulverwaltung - auf die von den Lehrern geäußerten Wünsche zurück und berücksichtigt außerdem den Wunsch nach einer 'standardisierten' Ausgangslage. - Die Schulverwaltung Herford sieht sich im Folgenden als koordinierende Einheit, die den Informatiklehrern an den verschiedenen Schulen eine Plattform zur Verfügung stellt, um Unterschiede im Know-How von Lehrer zu Lehrer möglichst schnell auszugleichen. Dazu treibt die Schulverwaltung einerseits Schulungen für die Lehrer (kostenlos für alle Beteiligten) und andererseits einen Arbeitskreis. - Dies tut sie quasi, damit die Lehrer mit der nun vorhandenen 'Basisausstattung' nicht ganz so allein dastehen bzw. sich gegenseitig helfen können. - Die verschiedenen Schulen in Herford haben z. T. andere Lösungen (i. W. Novell) bereits im Einsatz - deswegen auch die fehlenden Internetkomponenten im Konzept. Darum muß sich die Schule selbst kümmern. Wenn es jetzt um 'Linux an Schulen' geht, braucht man in der Regel gar nicht erst mit Kostenargumenten zu kommen. Investitionskosten für Betriebsystemsoftware können nicht ermittelt werden (Paketpreis Hard- und Software) bzw. sind unverschämt gering (128 x MS Office Prof 2000 bekommen Schulen für unter 6000,- DM) - für MS sind es eben einfach Marketingkosten. Laufende Kosten werden nicht erhoben bzw. es liegen keine Werte dafür vor. Selbstverständlich gehen auch die Meinungen darüber auseinander, wie sich diese Kosten entwickeln werden. Kostenargumente sind also _kein_ Ansatz, um Linux in Schulen populärer zu machen (sie werden wieder ein Ansatz, wenn die ersten Schulen mit Stabilitäts- und Administrationsproblemen zu kämpfen haben). M. E. müssen wir viel früher ansetzen (ist deswegen auch schwieriger). Die Kernaussagen sind: 'Die Lehrer haben sich die MS Software gewünscht, weil es ja Standard ist' und 'Ich habe zu Hause auch lange Wordperfect benutzt, bis ich auf MS Office umgestiegen bin'. Man muß es ganz klar sehen - das machen alle so - EDV-Entscheidungen sind Bauchentscheidungen. Es wird eher das genommen, was man kennt, als das was man nicht kennt. So einfach ist das. Die Frage lautet also: 'Wie bekommen wir es hin, daß ein Lehrer sich nicht mehr für MS Office sondern für StarOffice entscheidet, wenn er gefragt wird, was er sich als Ausstattung für seine Schule wünscht?' M. E. ist die 'Schlacht' gegen die Marketingmaschinen der AOLs, MSs und Bertelsmanns nur im persönlichen Bereich zu gewinnen. Denn den Bekannten wird trotz allem immernoch mehr geglaubt als den Werbespots. Schnelle Siege sind jedoch nicht zu erwarten ... Tschö Töns -- Linux. The dot in /.
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