Pfuschen unter Linux ;-)
-----BEGIN PGP SIGNED MESSAGE----- Hash: SHA1 Hallo skolelinux,pingos,schul-netz,LUG! Für das skolelinux-Projekt arbeiten wir gerade an einer Klausur/Prüfungsumgebung für Linux Terminalserver. Stellt euch vor, ihr seid ein Schüler und wollt gerne digital "täuschen" also mit anderen kommunizieren oder auf nicht erlaubte Hilfsmittel zugreifen. Welche Ideen fallen euch dazu ein ? Welche Massnahmen würdet ihr als Lehrer/Admin treffen um Pfuschen zu verhindern ? Interessant währen auch "Denial-of-Service" Attacken. Als lokaler Nutzer eines Terminalserver hat ein destruktiver Schüler andere Möglichkeinete als an einer Workstation, auf der er alleine arbeitet. Welche sind das ? Welche Gegenmassnahmen würdet ihr als Admin treffen? Danke für Ideen & Vorschläge und entschuldigung falls ihr die Mail mehrmals bekommen habt. Gruß, Martin - -- m.herweg@gmx.de GnuPG Key ID F058AF8E Linux Hard- & Software für Schulen: http://www.lug-marl.de/kmLinuxTSE.html -----BEGIN PGP SIGNATURE----- Version: GnuPG v1.2.2 (GNU/Linux) iD8DBQFCE0k6v/GXvvBYr44RAl42AKDZDbGkpIY/nQSocbOXFqaWjgMnUwCeLng5 mBx7PFnDiP0fExFihYvNVYY= =gHIm -----END PGP SIGNATURE-----
On Wed, Feb 16, 2005 at 02:23:06PM +0100, Martin Herweg wrote:
Hash: SHA1
SHA1 was recently broken.
Stellt euch vor, ihr seid ein Schüler und wollt gerne digital "täuschen" also mit anderen kommunizieren oder auf nicht erlaubte Hilfsmittel zugreifen. Welche Ideen fallen euch dazu ein ?
Welche Massnahmen würdet ihr als Lehrer/Admin treffen um Pfuschen zu verhindern ?
Interessant währen auch "Denial-of-Service" Attacken. Als lokaler Nutzer eines Terminalserver hat ein destruktiver Schüler andere Möglichkeinete als an einer Workstation, auf der er alleine arbeitet. Welche sind das ? Welche Gegenmassnahmen würdet ihr als Admin treffen?
mir fällt als gegenmassnahme nur "mandatory access control" a la SE-linux ein. es existieren tools die die vollständigkeit der Abschottungsmassnahmen verifizieren können. SE-Linux zu verstehen und dann auch noch die Policy entsprechend anzupassen ist aber viel Arbeit. eine andere methode die sache anzugehen ist "versehentliches" schummlen zu verhindern und logging aller aktionen zum feststellen von absichtilichem schummeln zu benutzen. Dazu hatten wir einen kurzen und (ausser finnarnes beitrag) informationsfreien thread auf der englischen liste. einen Teil dieser massnahmen bin ich im Begriff für WLUS zu implementieren, so dass user mit WLUS automatisch in einen geschützteren Exam-Mode und zurück versetzt werden können.
On Wed, Feb 16, 2005 at 02:51:58PM +0100, Andreas Schuldei wrote:
On Wed, Feb 16, 2005 at 02:23:06PM +0100, Martin Herweg wrote:
Hash: SHA1
SHA1 was recently broken.
Dir ist schon klar das der aufwand lediglich von 2^80 auf 2^69 reduziert worden ist und das immer noch eine menge ist. Flo -- Florian Lohoff flo@rfc822.org +49-171-2280134 Heisenberg may have been here.
Hi Florian!
SHA1 was recently broken.
FL> Dir ist schon klar das der aufwand lediglich von 2^80 auf 2^69 reduziert FL> worden ist und das immer noch eine menge ist. Ich dachte, ein Hash ist dann geknackt, wenn es einen besseren Algorithmus als Brute Force gibt. Und den scheinen die Jungs gefunden zu haben. Grüße, Sebastian --
Hallo Martin, On Wed, Feb 16, 2005 at 02:23:06PM +0100, Martin Herweg wrote:
Stellt euch vor, ihr seid ein Schüler und wollt gerne digital "täuschen" also mit anderen kommunizieren oder auf nicht erlaubte Hilfsmittel zugreifen. Welche Ideen fallen euch dazu ein ? Ohne Rechner: SMS, Bluetooth-Handys Mit Rechner: falls Compiler vorhanden: Prograemmchen schreiben/geschrieben haben, mit dem man einfachen Text uebers Netz schicken kann (quasi Trivialversion von netcat), moeglichst unabhaengig von ip-adressen (also direkt arp adressieren), wenn man mit anderen Leuten auf demselben Terminalserver ist: write benutzen, ansonsten Schreibzugriff auf eigenes tty freigeben und dann mit echo oder cat kommunizieren falls Gateway nach aussen offen: irc benutzen (mit irc-client, telnet o.ä.), icq, webchat etc.
Das waeren ein Paar Moeglichkeiten, die mir dazu spontan einfielen (ausser einfach-Taschenrechner durfte ich bei Klausuren bisher nichts Elektronisches nutzen) P.S.: Ich habe Mail-Followup-To auf elug gesetzt. -- Achtung: die folgende Zeile verletzt ein Patent (Nicht ausfuehren!): while ping -c1 $IP > /dev/null; do sleep 1; done; echo Connection lost --> http://patinfo.ffii.org/ May the tux be with you. :wq 73
Martin Herweg wrote:
Hallo skolelinux,pingos,schul-netz,LUG!
Für das skolelinux-Projekt arbeiten wir gerade an einer Klausur/Prüfungsumgebung für Linux Terminalserver.
Stellt euch vor, ihr seid ein Schüler und wollt gerne digital "täuschen" also mit anderen kommunizieren oder auf nicht erlaubte Hilfsmittel zugreifen. Welche Ideen fallen euch dazu ein ?
Da du grade unten von einer Terminalserver umgebung sprichst, fallen mir einfach zu viele Moeglichkeiten ein, um zu pfuschen, und wenn es einfach das austauschen von informationen unter den Schuelern ist. Ich koennte einfach ein echo "weiss einer die loesung fuer aufgabe 4?" > /tmp/k.tmp machen (natuerlich mit absprache mit anderen). Das ausperren von allen "gefaehrlichen" Programmen ist nicht zielfuehrend, da: - man immer was uebersieht - es sich irgendwann mit dem Pruefunginhalt etwas beissen koennte - irgendwo die Lauffaehigkeit des Systems (fuer den eingeschraenkten User) alsbald einschraenkt (einfachste Loginscripte funktionieren nicht mehr, etc.). Nagut, ein Schueler der sich im Programmier-Kurs grad mal ein minimal Telnet programmiert um damit http zu machen wird eher nicht schummeln mussen, aber hey, du hast gefragt...
Welche Massnahmen würdet ihr als Lehrer/Admin treffen um Pfuschen zu verhindern ?
wildes gebastel mit sandboxen, chroots, Container (OpenVZ und was davon mitlerweile im Kernel ist), volle virtuelle Maschinen. Jedem eine richtige Workstation geben, ohne Netzwerkanschluss. Stimmt, sowieso, die Netzwerkstrippe ziehen ist immer gut. Stift und Papier.
Interessant währen auch "Denial-of-Service" Attacken. Als lokaler Nutzer eines Terminalserver hat ein destruktiver Schüler andere Möglichkeinete als an einer Workstation, auf der er alleine arbeitet. Welche sind das ?
Jede form von Systemrecourcen ausfuellen. Platte fuellen -> schreibrechte, quota CPU auslasten -> nicen, maximale CPU zeit pro User (Waer nur ungunstig wenn es das Testprogramm toetet...) Die klassische Forkbombe (da reicht schon ein Tippfehler, das muss noch nicht mal absicht sein...) OOM ach, alles moegliche... Bedenke, mal abgesehen von moeglichen Systemfehlern kannst du schon selber welche einfuegen, das du z.B. jede Useraktion mitloggst, bis die Platte voll ist...
Welche Gegenmassnahmen würdet ihr als Admin treffen?
die ulimits einstellen, chroots damit sie an nix rankommen, virtuelle Maschinen. Ach, sie koennten noch den Elektroschoker an die USB-Buchse halten... Sie nicht an die Rechner lassen?
Danke für Ideen & Vorschläge und entschuldigung falls ihr die Mail mehrmals bekommen habt.
Gruß, Martin
Gruss Jan -- Sagt man von Systemadministratoren das sie in die Shell beissen oder den root von unten sehen wenn sie sterben? --- Cecile Neu im IRC sie sterben nicht, sie gehen in einen hoeheren run level.
On Sat, Oct 27, 2007 at 07:48:05PM +0200, Jan 'RedBully' Seiffert wrote:
Ach, sie koennten noch den Elektroschoker an die USB-Buchse halten... Habe mal erlebt, dass ein Schüler eine Büroklammer in eine Steckdose gehalten hat -> FI raus -> alle Rechner aus ...
-- Achtung: die folgende Zeile verletzt ein Patent (Nicht ausfuehren!): while ping -c1 $IP > /dev/null; do sleep 1; done; echo Connection lost --> http://patinfo.ffii.org/ May the tux be with you. :wq 73
Hallo allerseits, Schön dass man mal aufgefordert wird seinen kreativ-destruktiven Fantasien freien Lauf zu lassen... Könnte mir mehrere Ansätze bei Schummeleien vorstellen: 1. Nutzung lokaler Werkzeuge um die Lösung zu finden (z.B. bc als Hilfsmittel bei einer Matheklausur) 2. Nutzung von Werkzeugen im Netz (z.B. Wikipedia) 3. Ausspähen fremder Antworten 4. Störung des Prüfungsablaufes / des Servers (z.B. DoS, remote-boot und so) 1. Laesst sich mit einigem Aufwand wahrscheinlich verhindern 2. Laesst sich mittels Netzwerkeinstellung verhindern 3. Laesst sich verhindern, wenn die "Prüflinge" an unterschiedlichen Rechnern arbeiten und das Netz abgesichert ist (z.B. https /ssh) Also Client- Server- Prüfungssoftware (z.B. Webbrowser-basiert) verwendet wird. Wenn man sich einen Rechner teilt kann man in tmp-Dateien rumkramen, Prozesse tracen, über Dateien (oder noch besser Named-Pipes!) kommunizieren wenn ich noch etwas nachdenke fällt mir sicher noch mehr ein... 4. schwer zu beurteilen da breitgefächert Ich würde klipp und klar __ALLE__ Aktivitäten der Prüflinge aufzeichnen (mittels sogenannter Screen-Cam) Das würde ich den Schülern dann mal vorführen. Das erhöht als Nebenwirkung leider den Prüfungsstress. Man könnte den Prüflingen aber auch vorführen, dass man vom "Lehrer-PC" jederzeit unbemerkt auf die Prüflingsmonitore schauen kann. Von der Architektur her ist bei Terminalserverumgebungen die Angriffswahrscheinlichkeit nicht zu unterschätzen. Ich würde die PCs eher via CDROM oder Netz booten und die Prüfungssoftware als Client-Serverssoftware ausgestalten. (also lokale X-Oberfläche (z.B. IceWM oder sogar DSL(DamnedSmalLinux)-like-extrem-minimalistisch. (Bindestriche sollten nur verwendet werden, wenn sie Lesbarkeit oder Verständlichkeit eines Wortes erhöhen. Tun Sie hier, oder ?) Vielleicht kann euch das LPI da weitere Tipps geben, die haben schließlich eine Online-Prüfung (aber ich glaube unter M$-Windoof) Man frage sich doch mal, ob nicht die besondere Ausstattung eines solchen Raumes mit PCs, Monitoren usw. zusätzliche Schummelmöglichkeiten bietet die man auch stopfen sollte. Wenn ich mit vorstelle, was man mittels Laserpointer und Morcecode an die Wand hinter dem Lehrer hinmorsen könnte ... ... aber es kann ja heute kaum noch jemand morsen (dr om, u a 5 and 9, qsl?) Am Mittwoch 16 Februar 2005 14:23 schrieb Martin Herweg:
Hallo skolelinux,pingos,schul-netz,LUG!
Für das skolelinux-Projekt arbeiten wir gerade an einer Klausur/Prüfungsumgebung für Linux Terminalserver.
Stellt euch vor, ihr seid ein Schüler und wollt gerne digital "täuschen" also mit anderen kommunizieren oder auf nicht erlaubte Hilfsmittel zugreifen. Welche Ideen fallen euch dazu ein ?
Welche Massnahmen würdet ihr als Lehrer/Admin treffen um Pfuschen zu verhindern ?
Interessant währen auch "Denial-of-Service" Attacken. Als lokaler Nutzer eines Terminalserver hat ein destruktiver Schüler andere Möglichkeinete als an einer Workstation, auf der er alleine arbeitet. Welche sind das ? Welche Gegenmassnahmen würdet ihr als Admin treffen?
Danke für Ideen & Vorschläge und entschuldigung falls ihr die Mail mehrmals bekommen habt.
Gruß, Martin
-- Schöne Grüße Karsten -- Alle folgenden Zeilen werden automatisch angefügt. -- Ich selber habe keinen Einfluss auf den Inhalt und diese Zeilen geben nicht -- unbedingt meine Meinung wieder
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