debian mit reiser-fs installieren --> boot problem
Nabend Liste! Ich versuche gerade auf einem Rechner Debian mit Reiser-FS zu installieren. Dazu habe ich die Boot Disk mit Reiser-Patch von http://wiw.org/~craig/debian/franklin/ erstellt. Die Installation klappt so weit ganz gut. Ich schaffe es nur nicht das System zu booten. Lilo sagt, dass der Kernel jenseits der 1023-Zylinder Grenze liegt. Dies kann jedoch nicht sein, da die Platte nur 1011 Zylinder hat und der Kernel auch noch in einer Ext2-Boot Partition am Anfang der Platte liegt. Kann Lilo vielleicht nicht mit Reiser? Oder ein Fehler auf den Boot Disks? Was soll ich machen und wie komme ich weiter? Gibt es vielleicht noch andere Boot-Disk für Debian mit Reiser Patch? MfG -- Heiko Kattenstroth Email: Heiko@Meierhof-Kattenstroth.de ICQ: #23741989 Mobile: 0175 2895898
On Sat, Jul 28, 2001 at 03:11:39PM +0200, Heiko Kattenstroth wrote:
Ich versuche gerade auf einem Rechner Debian mit Reiser-FS zu installieren. Dazu habe ich die Boot Disk mit Reiser-Patch von http://wiw.org/~craig/debian/franklin/ erstellt. Die Installation klappt so weit ganz gut.
Ich hab' sie mir daraufhin auch mal gezogen.
Ich schaffe es nur nicht das System zu booten. Lilo sagt, dass der Kernel jenseits der 1023-Zylinder Grenze liegt. Dies kann jedoch nicht sein, da die Platte nur 1011 Zylinder hat und der Kernel auch noch in einer Ext2-Boot Partition am Anfang der Platte liegt.
Ich hab' zwar mehr als 1024 Zylinder, aber ich hab' den Kernel in einer 10 MB /boot-Partition mit ext2-FS am Anfang der Platte. die ReiserFS-Partition, auf der der Rest des Systems liegen soll ist mit notail-Option gemountet. Auch bei mir weigert sich lilo, sich zuu installieren, aus dem gleichen Grund wie bei dir.
Kann Lilo vielleicht nicht mit Reiser?
Wenn der Lilo neu genug ist, schon. Vielleicht hilft ein Update des Lilo weiter, damit es dann geht.
Oder ein Fehler auf den Boot Disks?
Dunno.
Was soll ich machen und wie komme ich weiter?
Bootdiskette erstellen, davon booten. Notfalls wieder von der Rescue Disk mit rescue root=/dev/hda... booten (Root-Partition eintragen).
Gibt es vielleicht noch andere Boot-Disk für Debian mit Reiser Patch?
Würde mich auch interessieren. Ansonsten stört es mich bei der Kiste auch nicht weiter, da sie als Server und Router laufen soll und damit 24/7 up bleibt. Ich will nur meine Workstation demnächst neu aufsetzen, und dafür bräuchte ich schon einen lauffähigen Lilo, grub oder sonsteinen Bootmanager, von dem aus ich meine diversen OSe booten kann. Ciao Tobias -- Tobias Zimpel (TZ496-RIPE) "Es gibt keine bedeutenden Fehler in unseren Programmen, die eine nennenswerte Anzahl von Benutzern behoben haben möchte." -- Bill Gates im "Focus" 43/95
From: "Tobias Zimpel" <mailinglists@startrek-web.de> Subject: Re: debian mit reiser-fs installieren --> boot problem
Ich hab' sie mir daraufhin auch mal gezogen.
Es liegt wohl doch an den Boot Disketten. Ich habe nach ein wenig Sucherei noch andere gefunden ( http://chao.ucsd.edu/debian/boot-floppies/ ), mit denen es wunderbar klappte.
Ich hab' zwar mehr als 1024 Zylinder, aber ich hab' den Kernel in einer 10 MB /boot-Partition mit ext2-FS am Anfang der Platte. die ReiserFS-Partition, auf der der Rest des Systems liegen soll ist mit notail-Option gemountet.
Das ist bei mir ähnlich. Habe 7MB ext2 als /boot am Anfang und Rest als ReiserFs.
Auch bei mir weigert sich lilo, sich zuu installieren, aus dem gleichen Grund wie bei dir.
Kann Lilo vielleicht nicht mit Reiser?
Muss er doch eigentlich auch nicht können, oder? Der Kernel kommt aus einer Ext2-Boot Partition. Den Rest macht der Kernel, solange er feste ( nicht als Modul! ) ReiserFS-Unterstützung hat.
Was soll ich machen und wie komme ich weiter?
Bootdiskette erstellen, davon booten.
Das klappte mit den alten Disketten auch nicht.
Gibt es vielleicht noch andere Boot-Disk für Debian mit Reiser Patch?
Würde mich auch interessieren.
Habe ja welche gefunden: http://chao.ucsd.edu/debian/boot-floppies/ ( s.o. )
Ansonsten stört es mich bei der Kiste auch nicht weiter, da sie als Server und Router laufen soll und damit 24/7 up bleibt. Ich will nur meine Workstation demnächst neu aufsetzen, und dafür bräuchte ich schon einen lauffähigen Lilo, grub oder sonsteinen Bootmanager, von dem aus ich meine diversen OSe booten kann.
Welche OSe haste denn alle am laufen? MfG -- Heiko Kattenstroth Email: Heiko@Meierhof-Kattenstroth.de ICQ: #23741989 Mobile: 0175 2895898
On Tue, Jul 31, 2001 at 05:09:04PM +0200, Heiko Kattenstroth wrote:
From: "Tobias Zimpel" <mailinglists@startrek-web.de> Subject: Re: debian mit reiser-fs installieren --> boot problem
Ich hab' sie mir daraufhin auch mal gezogen.
Es liegt wohl doch an den Boot Disketten. Ich habe nach ein wenig Sucherei noch andere gefunden ( http://chao.ucsd.edu/debian/boot-floppies/ ), mit denen es wunderbar klappte.
Ich habe mich inzwischen für XFS entschieden und benutze die Disketten von http://people.debian.org/~smp/zoltan/disks/xfs/ - die bieten zwar keine menügesteuerte Möglichkeit, XFS-Partitoonen einzurichten, aber das kann man ja auch von Hand machen ;-)
wie komme ich weiter? Bootdiskette erstellen, davon booten. Das klappte mit den alten Disketten auch nicht.
Stümpt ;-/ Das habe ich auch gemerkt. [Workstation]
einen lauffähigen Lilo, grub oder sonsteinen Bootmanager, von dem aus ich meine diversen OSe booten kann. Welche OSe haste denn alle am laufen?
Äh... *such* Auf Anhieb habe ich Debian woody, Win95, Win98, WinNT, BeOS, NetBSD und FreeDOS gefunden. Was ich noch an VMWare-Installationen rumliegen habe weiß ich selbt nicht. Wenn ich die Kiste neu aufsetze, wird es wohl auf ein Trial-Boot-System mit Woody, Win98 und WinNT herauslaufen, mit Win98 bootable sowohl direkt als auch unter VMware. Leicht OT: Hat WinNT auch etwas, das mit den Hardware-Profilen von Win9x zu vergleichen ist, so daß ich die Installation auch VMware-Fähig machen kann? Ciao Tobias
On Thu, Aug 02, 2001 at 03:53:25PM +0200, Tobias Zimpel wrote:
On Tue, Jul 31, 2001 at 05:09:04PM +0200, Heiko Kattenstroth wrote:
From: "Tobias Zimpel" <mailinglists@startrek-web.de> Subject: Re: debian mit reiser-fs installieren --> boot problem
Ich hab' sie mir daraufhin auch mal gezogen.
Es liegt wohl doch an den Boot Disketten. Ich habe nach ein wenig Sucherei noch andere gefunden ( http://chao.ucsd.edu/debian/boot-floppies/ ), mit denen es wunderbar klappte.
Ich habe mich inzwischen für XFS entschieden und benutze die Disketten von http://people.debian.org/~smp/zoltan/disks/xfs/ - die bieten zwar keine menügesteuerte Möglichkeit, XFS-Partitoonen einzurichten, aber das kann man ja auch von Hand machen ;-)
Wenn du ext3 nimmst, dann kannste erst einfach auf ext2 installieren und dann "upgraden". Downgraden geht übrigens auch. Und ext3 ist verdammt stabil... ;) Bye, Alain -- Microsoft brought artificial intelligence to our desktop: Windows know exactly when is the worst time to crash -- and crash. % "A mind opened by new ideas cannot return to its original limits"
On Thu, Aug 02, 2001 at 07:17:26PM +0200, Alain Schroeder wrote:
On Thu, Aug 02, 2001 at 03:53:25PM +0200, Tobias Zimpel wrote:
On Tue, Jul 31, 2001 at 05:09:04PM +0200, Heiko Kattenstroth wrote:
[Filesysteme]
Wenn du ext3 nimmst, dann kannste erst einfach auf ext2 installieren und dann "upgraden". Downgraden geht übrigens auch. Und ext3 ist verdammt stabil... ;)
Hm... ext3 hatte ich jetzt überhauptnicht in Betracht gezogen, und mich auch noch nie näher dafür interessiert. Das war jetzt auch ein Journaling FS, oder? Kennt zufällig jemand eine Seite, auf der die verschiedenen JFS für Linux gegenübergestellt und miteinander verglichen werden - auch, was Performance angeht? Ciao Tobias
On Thu, Aug 02, 2001 at 10:37:02PM +0200, Tobias Zimpel wrote:
Hm... ext3 hatte ich jetzt überhauptnicht in Betracht gezogen, und mich auch noch nie näher dafür interessiert. Das war jetzt auch ein Journaling FS, oder?
Jap.
Kennt zufällig jemand eine Seite, auf der die verschiedenen JFS für Linux gegenübergestellt und miteinander verglichen werden - auch, was Performance angeht?
http://www.parkautomat.net/ (habe ich vor einiger Zeit mal gemacht.) Ansonsten kann ich dich auch nur auf die kernel mailingliste verweisen. Was ich da gerade fix noch gefunden habe: http://aurora.zemris.fer.hr/filesystems/ http://www.informatik.uni-frankfurt.de/~loizides/reiserfs/ Bye, Alain -- i'm not a complete idiot; some parts are missing.
On Thu, Aug 02, 2001 at 10:52:46PM +0200, Alain Schroeder wrote:
On Thu, Aug 02, 2001 at 10:37:02PM +0200, Tobias Zimpel wrote:
Kennt zufällig jemand eine Seite, auf der die verschiedenen JFS für Linux gegenübergestellt und miteinander verglichen werden - auch, was Performance angeht?
http://www.parkautomat.net/ (habe ich vor einiger Zeit mal gemacht.)
Cool ;-) hilft mir aber bei meiner Entscheidung, welches FS ich nehme, auch nicht weiter. Die verschiedenen Filesysteme scheinen ja gänzlich verschieden aufgebaut zu sein.
Ansonsten kann ich dich auch nur auf die kernel mailingliste verweisen.
Och nö, laß ma... _so_ genau interessiert es mich dann doch wieder nicht ;-) [weitere URLs] Auch nicht gerade das, was ich gesucht habe. Ich merke schon, daß die Entscheidung für das richtige Filesystem auch teilweise eine Glaubensfrage ist. Denn objektiv am besten scheint keins zu sein - und ich möchte mich eigentlich auch nicht erst Wochenlang mit den verschiedenen FS beschäftigen. Cool wäre so ein Vergleich á la Stiftung Warentest, der alle Aspekte gegenüberstellt und bewertet. Sowas habe ich zumindest auf die Schnelle nicht gefunden. Ich werde mich heute Abend nochmal auf die Suche begeben und dann eine Entscheidung zwischen Reiser, XFS und ext3 fällen. Ciao To'War das noch einfach, als "man" einfach ext2 genommen hat'bias
On Fri, Aug 03, 2001 at 05:52:27PM +0200, Tobias Zimpel wrote:
Cool wäre so ein Vergleich á la Stiftung Warentest, der alle Aspekte gegenüberstellt und bewertet. Sowas habe ich zumindest auf die Schnelle nicht gefunden. Ich werde mich heute Abend nochmal auf die Suche begeben und dann eine Entscheidung zwischen Reiser, XFS und ext3 fällen.
Hilft folgendes weiter? ext2 Bewährter Opa der Linux Betriebsysteme. Bis heute am meisten eingesetz und es existieren die meisten Tools, um Datenrettung, etc anzustellen (fast keiner kennt lsattr und konsorten). Es wurde bei seiner Erschaffung insbesondere Wert darauf gelegt, daß es robust auch gegen Hardwarefehler ist und für die Zukunft erweiterbar ist. Die Performance ist durchwachsen und in einigen Bereichen (im Vergleich zu Linux Dateisystemen) noch immer ungeschlagen. ext3 Die neue Version des "Opas". Alles was vorher für ext2 programmiert wurde, funktioniert auch mit diesem. Dabei bietet es drei verschiedene Journaling Arten, für spezifische Fälle um die maximale Performance herauszukitzeln. *Nocht nicht ganz fertig.* Die 2.2er Patches sind seit langer Zeit stabil und die 2.4er auch. Es ist dabei Hoch- als auch Abwärtskompatibel (!!!) zu ext2 und bietet mit diesem Feature etwas unschlagbares. Reiser Das lange Zeit einzige wirklich benutzbare Journaling Dateisystem, welches unter Linux existierte. Dabei stellt es einen recht krassen Bruch mit anderen Dateisystem dar, da es balancierte Bäume als Basis benutzt. Besonders stark soll Reiser bei Dateisystemen mit vielen kleinen Dateien sein. Dabei bietet Reiser hier spezielle Optionen um auf Performance bzw auch Platz zu optimieren (notail Option). Seit den neusten 2.4er Kernel ist eins der größten Markel in der Geschichte von ReiserFS entfernt worden. Es funktioniert inzwischen mit kNFSd. Vorsicht sollte bei Dateisystemupdates gegeben sein, da Reiser sich schon mehrfach als inkompatibel zu anderen Versionen von sich selbst ergeben hat. XFS Dieses Dateisystem stammt Ursprünglich von SGI's IRIX, wo es spezielle Features anbot, die in der Linux Version bis heute nicht integriert sind. Dieses Projekt wird häufig als größer ekliger Hack bezeichnet, da XFS' Patch auch interna des Kernels umkrämpelt und auch häufig als mit der heißen Nadel an den Linux Kernel gestrickt angesehen wird. JFS IBM hat das bisher fast nur unter AIX vertretene Dateisystem für Linux portiert. Erste Messungen ergeben keine wirklich tolle Performance, obwohl es inzwischen in Version 1.0 herausgegeben wurde. Der Code wurde von OS/2 zu Linux portiert und in vielen Teilen (so habe ich gehört) neu geschrieben. Es wird gesagt, daß IBM versucht eine saubere Fastneuimplementierung hinzubekommen. Noch ist von JFS abzuraten. Bye, Alain -- "Magazines all too frequently lead to books and should be regarded by the prudent as the heavy petting of literature." -- Fran Lebowitz
On Fri, Aug 03, 2001 at 09:36:38PM +0200, Alain Schroeder wrote:
On Fri, Aug 03, 2001 at 05:52:27PM +0200, Tobias Zimpel wrote:
[Jornaling Filesysteme]
Hilft folgendes weiter?
[Beschreibungen ext2 - ext3 - Reiser - XFS - JFS] Ja, danke. Das wandert gleich in mein Archiv. Trotzdem schwanke ich jetzt noch zwischen ext3 und Reiser. Bei letzterem fasziniert mich das B-Tree-Konzept. Aber bringt das wirklich so viele Vorteile gegenüber ext3, daß sich ReiserFS lohnt? Ansonsten tendiere ich jetzt eher zu ext3. Ciao und danke für die Tips. To'Nach der Frage bist du mich los'bias
On Fri, Aug 03, 2001 at 09:58:16PM +0200, Tobias Zimpel wrote:
Trotzdem schwanke ich jetzt noch zwischen ext3 und Reiser. Bei letzterem fasziniert mich das B-Tree-Konzept. Aber bringt das wirklich so viele Vorteile gegenüber ext3, daß sich ReiserFS lohnt? Ansonsten tendiere ich jetzt eher zu ext3.
Mir ist gerade was eingefallen: Reiserfs kennt ja keine inodes und ist damit auch nicht beschrränkt, was die maximal mögliche Anzahl von Dateien angeht. Das ist natürlich ein _sehr_ großes Plus für ReiserFS.
To'Nach der Frage bist du mich los'bias
Die Frage lautet schlicht: Habe ich noch was übersehen, was für ext3 spräche? Ciao Tobias
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