Protokoll des Lugrav-Treffens am 09.02.2006
Hallo und willkommen zum Protokoll des Lugrav-Treffens vom 09.02.2006. Schriftzüge aufpeppen mit Gimp ------------------------------ Wie man Schriftzüge auf die Schnelle mit Gimp drastisch aufpeppen kann, stellte Volker Eckert vor. http://www.gimp.org Der Trick liegt darin, vorgefertigte Skripte einzusetzen. Solche Skripts sind über den Unterpunkt 'scriptfu' im Hauptmenü 'Xnts' zu finden. Die Skripte tragen Namen wie 'glühendheiß', was ihren Effekt erahnen lässt. Viele der Skripte lassen sich bequem über graphische Schaltflächen parametrisieren. Das Ergebnis lässt sich daher je nach Geschmack und Zielsetzung variiern. Einige Skripte werden bereits mit Gimp ausgeliefert, andere kann man über Suchmaschinen finden. http://www.gimp.org/docs/scheme_plugin/ Die Skripte erzeugen beispielsweise ins Auge fallende Überschriften, Logos oder Buttons für Webseiten. Das Ergebnis wird im Regelfall gesplittet und auf mehreren Ebenen abgelegt. Diese Ebenen kann man einzeln nachbearbeiten oder in eine andere Grafik übertragen, z.B. in ein Hintergrundbild. Dabei sollte die Aufeinanderfolge der Ebenen beibehalten werden. Unter Umständen ist die letzte Ebene manuell nachzujustieren. Als letzter Schritt kann alles auf einer Ebene zusammengeführt und in ein web-taugliches Format konvertiert werden. Dann lässt es sich leicht in eine Webseite einbauen. Das alles geht bequem über die graphische Oberfläche von Gimp von der Hand. Radiohören im Internet mit streamtuner -------------------------------------- In seinem zweiten Beitrag stellte Volker Eckert das Programm Streamtuner vor. Via Internet kann man am PC Radio hören. http://www.nongnu.org/streamtuner/ Installiert wird streamtuner unter ubuntu beispielsweise mit Hilfe von automatix, einem kleinem Hilfsprogramm. Automatix installiert auf einem Schlag etliche Programme, die man sonst mühsam zusammensuchen würde. Jene Programme werden von den Distributionen im Allgemeinen nicht mitgeliefert, z.B. das neueste Open Office, Java, Tools für das Abspielen von DVDs und vieles anders. http://ubuntuforums.org/showthread.php?t=66563 Selbstverständlich kann Streamtuner für andere Distributionen von der Homepage herunter geladen und auf die übliche Weise manuell installiert werden. Streamtuner ruft die Webseite Shoutcast auf. Dort werden zig-tausende Radiosender gelistet, die ihr Programm über das Internet verbreiten. http://www.shoutcast.com/ Seinen Sender kann man beispielsweise nach der gewünschten Musikrichtung auswählen. Anschließend wird einfach der Wiedergabe- Knopf angeklickt. Schon ist das aktuell laufende Radio-Programm zu hören. Das funktioniert natürlich nur, falls der Rechner in der Lage ist, Töne abzuspielen. Das Aufnehmen von Musikstücken fällt leicht. Einfach auf den Aufnahme- Knopf klicken und schon erhält man für jedes Musikstück eine Datei. Diese Dateien werden nach Sendern geordnet abgelegt. So bleibt die Musik-Sammlung übersichtlich. Der Komfort ist ansprechend. Streamtuner zeigt beispielsweise den Titel des laufenden Musikstückes automatisch an. Die CPU-Last von Streamtuner macht sich unter modernen Prozessoren nicht störend bemerkbar. Daher kann man an einem modernen Rechner problemlos arbeiten und gleichzeitig Radio hören. Mit der Auswahl beider Programme hat Volker den Nerv seiner Zuhörer getroffen. Wie leicht sich diese Programme einsetzen lassen, war vielen bis dahin verborgen geblieben. Bericht vom Skolelinux-Treffen in Erkelenz ------------------------------------------ Vor zwei Wochen fand das erste deutsche Treffen für Skolelinux- Developer und -Anwender in Erkelenz statt. Darüber berichtete Jürgen Leibner als einer von rund 50 Teilnehmern. http://www.skolelinux.de/wiki/Erkelenz2006 Organisiert wurde das Event von einer Gruppe von Schülern und einem Informatik-Lehrer. Rund 50 Personen aus dem In- und Ausland waren zu betreuen, zu verköstigen und unterzubringen. Die ehrenamtliche Organisation klappte vorbildlich. Keimzelle für das Event bildete das sog. Selbstlern-Center eines Gymnasiums. Dort hatten Schüler rund 20 Rechner nebst Server eingerichtet. Hauptanliegen war die Vorbereitung des nächsten Skolelinux-Releases. Der Sprung von Debian-Woody auf Debian-Sarge steht unmittelbar bevor. Die Liste der Release-kritischen Fehler wurde während der Tagung von 19 auf 7 reduziert. Für die nächste oder übernächste Woche kann mit dem neuen Release gerechnet werden. http://wiki.debian.org/DebianEdu/Sarge http://bugs.skolelinux.no/buglist.cgi? bug_status=UNCONFIRMED&bug_status=NEW&bug_status=ASSIGNED&bug_status=REO PENED&bug_severity=blocker&bug_severity=critical&bug_severity=major Die Tagung bot vielfältige Gelegenheiten für den direkten Kontakt zu den Core-Developern, für Erfahrungsaustausch mit Administratoren und für Gespräche zur zukünftigen Ausrichtung von Skolelinux. Begleitend lief ein Vortrags- und Workshop-Programm. http://www.skolelinux.de/wiki/Erkelenz2006/Programm Neue Trends zeichneten sich ab. Zukünftig wird es Skolelinux-Addon- CDs geben. Sie sollen Software enthalten, die den jeweiligen lokalen Bedürfnissen Rechnung tragen. Das ist ein konkretes Ziel für die Zusammenarbeit von deutschen, französischen und niederländischen Entwicklern. Cipux spielt bei diesen Überlegungen eine wesentliche Rolle. Es soll an die Stelle von Wlus treten. Selbst Webmin wird nach einer eher ruhigen Phase wieder aktiv weiterentwickelt. http://www.skolelinux.de/wiki/CipUX Langsam spricht sich herum, dass Skolelinux bei der Installation verschiedene Varianten anbietet. Eine davon eignet sich für alleinstehende Desktop-Systeme und findet immer mehr Anhänger. Nach dem Sprung auf Sarge sollte sich dieser Trend verstärken. Aus dem Begleitprogramm sticht besonders ein Bericht aus Frankreich hervor. Dort unterstützen offizielle Stellen ein Projekt, welches den Einsatz von Open Source im Schulunterricht fördern soll. Zu dem Projekt gehört eine Internet-Seite. Dort wird Open Source Software gesammelt bzw. aufgelistet. Ihre Funktionen und der Einsatz im Schulunterricht wird konkret erläutert. Ein Lehrer, der beispielsweise im Fach Chemie einen bestimmten Unterrichtsgegenstand behandeln will, kann nachschlagen, was es an Open Source für sein Thema gibt und auf welche vorhandene Unterrichtshilfsmittel er direkt zugreifen kann. Die Vorträge und Workshops von Erkelenz stehen mittlerweile im Netz. http://ftp.acc.umu.se/pub/debian-meetings/2006/debian-edu-erkelenz/ Ein weiterer Bericht der Tagung ist hier zu finden: http://www.skolelinux.de/pipermail/user/2006-February/004929.html Hier gibt es die ersten Photos von der Tagung: http://www.skolelinux.de/wiki/Erkelenz2006/Fotos?highlight=% 28Erkelenz2006/%29 http://www.skolelinux.de/wiki/Erkelenz2006/Fotos2?highlight=% 28Erkelenz2006/%29 Backports (Debian) ------------------ Im Verlauf des Abends kamen die sog. Backports von Debian zur Sprache. Mit Backports bezeichnet man inoffizielle Debianpakete, die ausserhalb des Debian-Projektes entwickelt werden. Es geht bei den Backports darum, aktuellere Versionen von Programmen zur Verfügung zu stellen, als in Debian zu finden sind. http://backports.org/ Weil sie extern entwickelt werden, können Backports in Konflikt zu offiziellen Debian-Paketen geraten. Im schlimmsten Fall kann bereits ein installierter Backport die Installation aller weiteren Debian- Pakete blockieren. In solchen Situationen ist es notwendig, die betroffenen Backports per Hand zu deinstallieren und/oder die Liste der Paketquellen in / etc/apt/sources.list anzupassen. Danach funktioniert das Installieren weiterer Debian-Pakete wieder. Vor dem Einsatz von Backports sollte man hinterfragen, ob Debian die richtige Wahl ist. Denn Debian legt den Schwerpunkt auf Stabilität und Sicherheit. Aktualität steht an zweiter Stelle. Wer Wert auf die jeweils neueste Software legt, wird von einer anderen Distribution vielleicht gezielter bedient. Alternativ bietet sich an, die Testing-Version von Debian einzusetzen. Zu bedenken ist, dass Testing einem ständigen Wechsel unterliegt und sich quasi über Nacht in wesentlichen Punkten ändern kann. Darauf sollte man eingestimmt sein. Die benötigte Zeit zum Herunterladen der neuesten Pakete ist für Nutzer mit langsamer Internet-Anbindung auch ein Gesichtspunkt. http://cdimage.debian.org/cdimage/weekly-builds/ Beamer: aktueller Stand ----------------------- Wolfgang Pionier hat für den Eigenbau-Beamer der Lugrav eine stabile Transportkiste gebaut. Zu Recht wurde er von den Anwesenden für seinen Einsatz gelobt. Die Lugrav sucht nun einen Standort. Übereinstimmung bestand, den Beamer nach Möglichkeit an einen Standort zu bringen, an dem er laufend genutzt wird. Gut geeignet wäre ein Standort, welcher der Lugrav selber als Ausweichort oder als Ergänzung für zusätzliche Veranstaltungen zur Verfügung stehen könnte. Nächstes Treffen ---------------- Das nächste Treffen der Lugrav am Donnerstag in 14 Tagen, dem 23.02.2006, ab 19:00 Uhr findet in Bielefeld-Brackwede, Schule am Möllerstift, statt.
Teilnehmer (5)
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Gerhard Genuit
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Peter Voigt
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RalfGesellensetter
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Sonngrit Fürter
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Volker Eckert