Hallo, folgende Themen (Auswahl) prägten das Treffen der Lugrav am 05.12.13. Thematischer Schwerpunkt war der Betrieb von Datenbanken als Backend für Webandwendungen. Zu Sprache kamen Störungen im Zusammenspiel von Webserver, PHP-Anwendung und Backend, sobald eine Firewall zwischen Front- und Backend aufgestellt wird. Ein konkreter Praxisfall wurde mit seinen Lösungsmöglichkeiten er- örtert. Dabei wurden neben den technische Aspekten das Zusammenspiel eines räumlich verteilten Teams deutlich. Eine weitere Fallschilderung behandelte rästelhafte intermittierende Abbrüche von Replikationsläufen einer MySQL-Datenbank. In diesem Fall lag die Schwierigkeit darin, sich ein Bild zu machen, an welcher Stelle das Debuggen ansetzen muss. Als dritter Fall rückte das Upgrade einer Datenbank unter Redhat in den Fokus. Eine neuere Datenbank-Version als die von Redhat mitgelieferte kann beim Update Probleme bereiten. Im geschilderten Fall wurde die Benutzer- datenbank mit allen Authentifizierungsinformationen gelöscht. Die denkbaren Vorkehrungen, dieses Problem zu vermeiden, wurden ausgeleuchtet. Der Raspberry Pi stand auch auf der Tagesordnung. Seit ein paar Tagen steht das Programm Mathematica zur Verfügung. Unter Raspian reicht ein beherztes apt-get update ; apt-get install wolfram-engine um es aus den Archiven zu installieren. Es handelt sich um eine aktuelle Vorab-Version 10, die noch nicht auf dem Markt vertrieben wird und für Raspian freundlicherweise freigegeben wurde. Die Software enthält nicht nur unfassbar viele mathematische Funktionen in beliebiger Genauigkeit, sondern gleichzeitig ein sog. Computer Algebra System (CAS), welches symbolisch rechnen kann. Gleichungen umformen, nach X auflösen, integrieren, differenzieren, Matrizen berechnen und umformen und vieles mehr ist möglich. Ergebnisse können numerisch, symbolisch oder graphisch angezeigt werden. So kann man Mathematik gleichsam spielerisch ausprobieren, ohne sich mit formalen Details plagen zu müssen. Mathematica hat sich als Standard im Bereich Informatik/Mathematik durchgesetzt. Natürlich bleibt die Leistung eines Rechners in der Größe einer Scheckkarte hinter der Leistung einer Workstation weit zurück. Laut erstem Testbericht soll Mathematica auf dem Raspberry Pi etwa 13 - 300 mal langsamer laufen, als auf einem üblichen PC. Für den ersten Einstieg und das Kennenlernen von Mathematica reicht das allemal. Qualitativ anspruchs- volle Aufgaben rücken mit Mathematica für jedermann auf dem Raspberry Pi in Reichweite. Als Beispiel wurde genannt das Erkennen der Umrisse von Personen auf Bildern, die von einer Webcam stammen. Auf Interesse stieß ein Kickstarter-Projekt namens 1Schield. Ein Arduino- Shield wird per Bluetooth mit einem Smartphone verbunden. Dann kann der Arduino über das Smartphone kontrolliert werden, während umgekehrt alle technischen Möglichkeiten des Smartphones bis hin zum Verschicken von Mails, Nutzung des Bildschirm und aller Smartphone-Senosren für den Arduino nutzbar sind. Die ersten Geräte sollen im Frühjahr auf den Markt kommen. Dieses Treffen endete spät. pv :)
Teilnehmer (1)
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Peter Voigt