Protokoll 2.12.2004 Werther, Haus Schäperkötter
Ich leite das im Namen von Achim weiter und möchte mich für das Protokoll bedanken: in Werther, Hotel und Restaurant Schäperkötter 20 Teilnehmer haben den Weg nach Werther gefunden und sich faszinieren lassen. Hauptpunkte: 1.OpenOffice und PostgreSQL 2.Linux in der Friedensbewegung und warum es wichtig für Länder wie Kroatien, Serbien und ... 3.Büchervorstellung 4.Beamer 5.Fragen der Teilnehmer 1. OpenOffice und PostgreSQL 1.1 Wir erlebten einen Vortrag von Gerhard Genuit, der uns sehr eindrucksvoll an einem praktischen Beispiel (Interpreten- und Titelverwaltung einer Schallplatten-, CD-, MP3-Sammlung zeigte, wie schnell und komfortabel man mit dieser Kombination zu sehenswerten Ergebnissen und Erfolgen kommen kann. 1.2 Besonders lebendig wurde die Darstellung dadurch, dass "Life am Rechner" die Schritte vorgeführt wurden und die Gruppe per Beamer und Leinwand die Schritte mitgehen konnten. 1.3 Thematisiert wurde "Was spricht für PostgreSQL und was für MySQL?" und warum er sich für PostgreSQL entschieden hat. 1.4 Wie richte ich PostgreSQL auf SuSE 9.1 und auf Debian sarge ein. 1.5 Welche Anpassungen muss ich vornehmen. 1.6 Wo sind Fallen, an denen der Unerfahrende viel Zeit und Motivation verlieren kann. 1.7 Es wurde beschrieben, wie Datenquellen unter OpenOffice eingerichtet, sowie Tabellen, Formulare und Unterformulare angelegt werden. 1.8 Zum Schluss wurden noch die PostgreSQL Administrationstools PgAdminIII, PgAccess und phpPgAdmin vorgestellt. 1.9 Für diejenigen, die sich mit PostgreSQL weiterbeschäftigen wollen: 1.9.1 Buchempfehlungen: 1.9.1.1 "PostgreSQL Das offizielle Handbuch" mitp-Verlag Bonn ISBN 3-8266-1337-6 1.9.1.2 "PostgreSQL Einführung und Konzepte", Bruce Momjiam Addison-Wesley, ISBN 3-8273-1859-9 1.9.2 und: http://www.postgresql.de (in deutscher Sprache) 1.9.3 und: http://www.openoffice.org (OOo, auch gute deutschsprachige Seiten) Erste Stimmen zu dem Vortrag liegen vor. Der Vortrag ist sehr gut angekommen. Danke, Gerhard. 2.Linux in der Friedensbewegung und warum es wichtig für Länder wie Bosnien, Kroatien und Serbien wichtig ist, keine teuren Abhängigkeiten einzugehen. Eric Bachmann, seit 20 Jahren in der Friedensbewegung engagiert, gibt einen Erfahrungsbericht zu seiner letzten Reise. Eric betreibt schon seit Jahren so etwas wie "EDV-Entwicklungshilfe" in diesen Ländern. Seine Kontaktgruppen kommen mit "für unser Verständnis" sehr spartanischer Hardware (Geld ist knapp) aus und sie arbeiten damit! Betriebssystem? Naja, es gibt nur eins. Lizenzen? Was ist das? Inzwischen wächst allerdings das Bewusstsein, dass es vielleicht nicht so gut ist, sich naiv auf MS-Betriebssystem und -Software zu verlassen. Zunehmend wird auch Linux, zumeist von Mandrake (Mandrake hat hier angepasste Sprachversionen!) und Knoppix eingesetzt. Die Gruppen arbeiten mit TamTam, einer Software, Ähnlich eines Wikis. Eric hat sehr anschaulich geschildert, unter welch schwierigen Bedingungen die Menschen dort versuchen, aus ihrer Situation das beste zu machen, mit Hardware, die heute niemand mehr auf seinem Schreibtisch hat. Danke, Eric. 3. Büchervorstellung: 3.3. Sonngrit Fürter hat zwei ihrer wichtigsten Bücher zum Thema Freie Software (auch Linux)vorgestellt: 3.3.3. Autor: Volker Grassmuck, Titel: Freie Software zwischen Privat- und Gemeineigentum ISBN#: 3-89331-432-6 Verlag: Bundeszentrale für politische Bildung (www.bpb.de) Erscheinungsort und -jahr: Bonn 2002 zu beziehen über: Bei der Bundeszentrale (s.o.) leider als Printversion vergriffen, daher auf der Lugrav-Liste Restbestände nachfragen. Kosten: 2,- EUR + Versand. Besonders beeindruckt ist Sonngrit von diesem Buch, weil die Lektüre des Buches bei ihr den sofortigen Umstieg von Windows auf Linux bewirkte. Weil sehr eindrucksvoll und kenntnisreich die Zusammenhänge von Lizenzen, Rechteindustrie und die damit einher gehende Bedrohung der Informationsfreiheit dargestellt werden. Der Autor stellt diesen Entwicklungen die Vision einer freien Wissensgesellschaft entgegen und begründet, warum diese gesellschaftlich besser ist. Er beschreibt die Vorteile insbesondere im Bereich der Bildungsarbeit und als Chance für Entwicklungsländer. Das Buch bezieht sich nicht allein auf Software, sondern auf alle Bereiche, in denen der Urheberschutz längst nicht immer zum Vorteil der Autoren wirksam wird, also z.B. auch Musik- und Filmindustrie. Die Gegenvision bezieht sich insbesondere auf den Bereich der Freien Software. Trotz streckenweiser Langatmigkeit ein absolut lesenswertes Buch. Alternativ zur Printversion gibt es unter folgendem Link die Online-Version mit zusätzlichen Informationen: http://freie-software.bpb.de/ Stichworte: Freie Software ./. proprietäre Software, analog: Freie Formate ./. proprietäre Formate, Lizenzen Es entstand eine rege Diskussion darüber, welche Knebellizenzen heute schon in Umlauf sind und von den Nutzern einfach per Mausklick akzeptiert werden, ohne den Inhalt und die sich daraus ergebenden Konsequenzen zu erkennen und zu bedenken. "Irgendwann sitzen wir alle in der Falle, wenn wir nicht aufpassen". Weitere Diskussionspunkte: 3.3.6.3. Was DRM bedeutet: Beschränkung der Nutzung von Dateien (Dateien, die ich heute noch ansehen und ausdrucken kann, sind morgen für mich gesperrt und nicht mehr erreichbar. Besonders gefährlich bei in vielen Lebenslagen, weil man nicht mehr beweisen kann, warum man sich so und nicht anders entschieden hat. 3.3.7. Autor: Thomas Krumbein Titel: OpenOffice.org, Einstieg und Umstieg ISBN#: 3-89842-431-6 Verlag: Galileo Press GmbH Erscheinungsort und -jahr: Bonn 2004 (1. Aufl.) zu beziehen über: Buchhandel. Buch mit CD kosten a' 29,90 EUR Das Herausragende an diesem Buch ist die Kombination aus Einsteigerseminar (einschließlich Übungsaufgaben auf CD) und Nachschlagewerk für Fortgeschrittene als Ergänzung zur ohnehin guten Onlinehilfe von OOo. Alle Module einschließlich Installation und Makroprogrammierung werden detailliert vorgestellt, Knöpfe und Tastenkombinationen erläutert und all das auf gut nachvollziebare Weise. Das Buch wendet sich sowohl an Linux- als auch an Windowsnutzer, und dabei vor allem an kleinere Unternehmen oder private NutzerInnen. Nähere Informationen samt Inhaltsverzeichnis gibt es unter diesem Link: http://www.galileocomputing.de/674?GPP=ooo , außerdem betreibt der Autor die Seite www.amt-wiesbaden.de Die rege Beteiligung an den Diskussionen sowie die Fragen zum OpenOffice-Buch zeigten, dass auch viele Teilnehmer interessiert waren. Viele stöberten in den Büchern, um sich ein Bild zu machen, ob sich der Kauf auch für sie lohne. Mein Eindruck: Der Eine oder Andere dürfte demnächst seinen Buchladen ansteuern. Danke, Sonngrit. 4. Es gab eine emotionsgeladene Debatte, ob wir für unsere Vorträge und sonstigen Aktivitäten einen Beamer beschaffen sollten. Das Für und Wider wurde diskutiert. Auch ob es überhaupt nötig sei. Alternativ wurde eingewandt, dass es auch so gehe. Finanzielle Überlegungen und die technischen Mindestanforderungen wurden aufs heftigste diskutiert. Am Ende wurde abgestimmt. Ein Beamer wird angeschafft. Thomas Scholz hat hier die Projektleitung. Er wird sich mit weiteren Teilnehmern abstimmen. 5. Fragen An diesem Abend gab es zwei Fragen: 5.3. Peter Voigt hatte eine Frage zu KDE und Knoppix. Nach zwei kurzen Rückfragen von Mitteilnehmern des Abends und Antworten hierzu hatte er genügend Hinweise, zunächst allein gezielt weitermachen zu können. 5.4. Wolfgang Ponier hatte ein Festplattenproblem: "Festplatte nicht ansprechbar" Wegen ungenügender Detailbeschreibung und der Vielzahl an möglichen Störursachen, war diese Frage nicht zu klären. Frank. -- Frank Matthieß "Tanja und ich werden Papa" (Formal-1-Pilot Heinz Harald Frentzen im Interview / RTL)
Teilnehmer (1)
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Frank Matthieß