Boah,:O ich bin zufällig über Prolinux auf 2 Spiegelartikel gestossen, da fällt einem echt ne Feder aus dem Hut ;-) Sicherlich sind auch ein paar Funken Wahrheit dabei aber das meiste ist doch auf Bildzeitungsneveau. Das hät ich dem Spiegel in der Form nicht zugetraut. hier die links zu den Artikeln. LINUX-BETRIEBSSYSTEM Quälen an der Quelle http://www.spiegel.de/netzwelt/technologie/0,1518,347074,00.html LINUX Die Not mit dem Retter http://www.spiegel.de/netzwelt/technologie/0,1518,347080,00.html -- DSL Komplett von GMX +++ Supergünstig und stressfrei einsteigen! AKTION "Kein Einrichtungspreis" nutzen: http://www.gmx.net/de/go/dsl
On Wed, Mar 23, 2005 at 08:10:14AM +0100, Volker Eckert wrote:
Boah,:O ich bin zufällig über Prolinux auf 2 Spiegelartikel gestossen, da fällt einem echt ne Feder aus dem Hut ;-)
Sicherlich sind auch ein paar Funken Wahrheit dabei aber das meiste ist doch auf Bildzeitungsneveau. Das hät ich dem Spiegel in der Form nicht zugetraut.
Ein Journalist in Verbindung mit dem 11.9. brachte mal den Spruch: "Das ehemalige Nachrichtenmagazin Der Spiegel schrieb..." Da ist auch ein wenig Wahrheit dran. Bye Volker
Am Mittwoch, 23. März 2005 08:29 schrieb Volker Gueth:
On Wed, Mar 23, 2005 at 08:10:14AM +0100, Volker Eckert wrote:
Boah,:O ich bin zufällig über Prolinux auf 2 Spiegelartikel gestossen, da fällt einem echt ne Feder aus dem Hut ;-)
Sicherlich sind auch ein paar Funken Wahrheit dabei aber das meiste ist doch auf Bildzeitungsneveau. Das hät ich dem Spiegel in der Form nicht zugetraut.
Ein Journalist in Verbindung mit dem 11.9. brachte mal den Spruch: "Das ehemalige Nachrichtenmagazin Der Spiegel schrieb..." Seit Rudolf Augsteins Tod sind andere "Zeitungsmacher" am Werk.
Da ist auch ein wenig Wahrheit dran.
Bye Volker
-- Viele Grüße, Achim
On Wed, 2005-03-23 08:10:14 +0100, Volker Eckert <VEckert@gmx.net> wrote in message <4189.1111561814@www83.gmx.net>:
Sicherlich sind auch ein paar Funken Wahrheit dabei aber das meiste ist doch auf Bildzeitungsneveau. Das hät ich dem Spiegel in der Form nicht zugetraut.
Quälen an der Quelle http://www.spiegel.de/netzwelt/technologie/0,1518,347074,00.html
Die Not mit dem Retter http://www.spiegel.de/netzwelt/technologie/0,1518,347080,00.html
Ich sehe die beiden Artikel nicht so negativ, wie Du. Linux ist kein System für Leute, deren Videorekorder auf "12:00" blinkt. ...nur wird heute leider genau das von der großen, bunten Distributoren verkauft. Für den 08/15-Endanwender wird da aber im Regelfall dasselbe Ergebnis herauskommen, wie unter Windows: entweder es läuft--oder ich muß jemanden fragen. Der Anteil derjenigen Technikinteressierten, die *wirklich* mal tief ins System eintauchen können, ist verdammt klein. Aber diese Leute sind IMHO die eigentliche Zielgruppe, auch, wenn das Marketing von Novell und RedHat etwas anderes verspricht. Linux und ganz viel GNU-Software drumherum kann man wunderbar für echte Lösungen[tm] einsetzen, aber es braucht immer einen, der Durchblick (und den Hut auf) hat... Vielmehr sagen die beiden Artikel nicht, wenn man das auch hätte anders/netter/kürzer schreiben können. MfG, JBG -- Jan-Benedict Glaw jbglaw@lug-owl.de . +49-172-7608481 _ O _ "Eine Freie Meinung in einem Freien Kopf | Gegen Zensur | Gegen Krieg _ _ O fuer einen Freien Staat voll Freier Bürger" | im Internet! | im Irak! O O O ret = do_actions((curr | FREE_SPEECH) & ~(NEW_COPYRIGHT_LAW | DRM | TCPA));
Am Mittwoch, den 23.03.2005, 08:42 +0100 schrieb Jan-Benedict Glaw:
Ich sehe die beiden Artikel nicht so negativ, wie Du. Linux ist kein System für Leute, deren Videorekorder auf "12:00" blinkt. ...nur wird heute leider genau das von der großen, bunten Distributoren verkauft. Für den 08/15-Endanwender wird da aber im Regelfall dasselbe Ergebnis herauskommen, wie unter Windows: entweder es läuft--oder ich muß jemanden fragen. Ich habs schon erlebt das eine Mandrake Installation bei einem Notebook die Hardware(zB.WLAN) besser gefunden und eingebunden wie ein paralell laufendes WindowsXP Home. Der Anteil derjenigen Technikinteressierten, die *wirklich* mal tief ins System eintauchen können, ist verdammt klein. Aber diese Leute sind IMHO die eigentliche Zielgruppe, auch, wenn das Marketing von Novell und RedHat etwas anderes verspricht. Die Gründe zu Linux zu kommen sind sicher sehr vielfältig. Basteltrieb, Politische Motive etc. Mich zB. nervt es, wenn ich ungefragt ausspioniert werde, so etwas werde ich im opensource Bereich sicher nicht so schnell erleben. Sicherlich ist nen MAC ganz easy zu bedienen aber zum einen ist das auch kein opensource und mein Bastel und Dameltrieb kann ich damit sicher auch nicht befriedigen. Linux und ganz viel GNU-Software drumherum kann man wunderbar für echte Lösungen[tm] einsetzen, aber es braucht immer einen, der Durchblick (und den Hut auf) hat... Vielmehr sagen die beiden Artikel nicht, wenn man das auch hätte anders/netter/kürzer schreiben können. Ich habe meiner Schwesters Verlobten vor ca. 1,5 Jahren Suse installiert, der ist TIPITOPI zufrieden, er nutzt den Rechner recht stark. Konsole ist noch nen Rotes Tuch, aber er kommt garnicht in die Verlegenheit die nutzen zu müssen. Die Windowsuser die ich so unterstütze haben wesentlich öfter Probleme obwohl die vom Funktionsumfang weniger tun.
Die beiden Artikel sind IMHO viel zu oberflächlig. Gruß Ecki
On Wed, 2005-03-23 21:39:50 +0100, Volker Eckert <veckert@gmx.net> wrote in message <1111610391.5404.29.camel@localhost>:
Am Mittwoch, den 23.03.2005, 08:42 +0100 schrieb Jan-Benedict Glaw:
Ich sehe die beiden Artikel nicht so negativ, wie Du. Linux ist kein System für Leute, deren Videorekorder auf "12:00" blinkt. ...nur wird heute leider genau das von der großen, bunten Distributoren verkauft. Für den 08/15-Endanwender wird da aber im Regelfall dasselbe Ergebnis herauskommen, wie unter Windows: entweder es läuft--oder ich muß jemanden fragen. Ich habs schon erlebt das eine Mandrake Installation bei einem Notebook die Hardware(zB.WLAN) besser gefunden und eingebunden wie ein paralell laufendes WindowsXP Home.
Mal verliert man, mal gewinnen die anderen:) Kommt ja nicht auf den Einzelfall an.
Die beiden Artikel sind IMHO viel zu oberflächlig.
Tell news... Aber sie sind nicht falsch; schlimmstenfalls kann man sagen, daß sie ungenau sind, weil quasi dieselben Probleme einen auch unter anderen Betriebssystemen einholen können. MfG, JBG -- Jan-Benedict Glaw jbglaw@lug-owl.de . +49-172-7608481 _ O _ "Eine Freie Meinung in einem Freien Kopf | Gegen Zensur | Gegen Krieg _ _ O fuer einen Freien Staat voll Freier Bürger" | im Internet! | im Irak! O O O ret = do_actions((curr | FREE_SPEECH) & ~(NEW_COPYRIGHT_LAW | DRM | TCPA));
Hallo, Volker, Du meintest am 23.03.05 zum Thema Spiegel Verstrahlt ?:
Boah,:O ich bin zufällig über Prolinux auf 2 Spiegelartikel gestossen, da fällt einem echt ne Feder aus dem Hut ;-)
[...]
hier die links zu den Artikeln.
LINUX-BETRIEBSSYSTEM Quälen an der Quelle http://www.spiegel.de/netzwelt/technologie/0,1518,347074,00.html
LINUX
Die Not mit dem Retter http://www.spiegel.de/netzwelt/technologie/0,1518,347080,00.html
de.comp.os.unix.linux.misc "Spiegel-Artikel" Viele Gruesse! Helmut
Am Mittwoch, 23. März 2005 08:10 schrieb Volker Eckert:
Boah,:O ich bin zufällig über Prolinux auf 2 Spiegelartikel gestossen, da fällt einem echt ne Feder aus dem Hut ;-)
Sicherlich sind auch ein paar Funken Wahrheit dabei aber das meiste ist doch auf Bildzeitungsneveau. Das hät ich dem Spiegel in der Form nicht zugetraut. Ganz so verkehrt ist das nicht, was der Journalist da schreibt. Andererseits scheint er hier nicht Linux zu meinen, sondern eine bestimmte Distribution, z.B. SuSE-Linux. Meine Erfahrungen mit SuSE waren schon so, dass nach Updates vieles nicht mehr lief, was vorher einwandfrei funktionierte. Und Journalisten sind in der heutigen Zeit wohl schon gezwungen (durch wen eigentlich ?) ihre Darstellungen (etwas) zu überspitzen. Sonst liest es keiner. Oder sonst kauft keiner den Bericht. Die Glaubwürdigkeit verliert dabei in dem Maße wie die Überspitzung übertrieben wird. Ein Eigentor für den Herausgeber. Zu viel Überspitzung und eine bestimmte Leserschaft wendet sich ab.
hier die links zu den Artikeln.
LINUX-BETRIEBSSYSTEM Quälen an der Quelle http://www.spiegel.de/netzwelt/technologie/0,1518,347074,00.html
LINUX
Die Not mit dem Retter http://www.spiegel.de/netzwelt/technologie/0,1518,347080,00.html
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-- Viele Grüße, Achim
On Wed, Mar 23, 2005 at 08:10:14AM +0100, Volker Eckert wrote:
Sicherlich sind auch ein paar Funken Wahrheit dabei aber das meiste ist doch auf Bildzeitungsneveau. Das hät ich dem Spiegel in der Form nicht zugetraut.
hier die links zu den Artikeln.
LINUX-BETRIEBSSYSTEM Quälen an der Quelle http://www.spiegel.de/netzwelt/technologie/0,1518,347074,00.html
Schoener artikel und leider nur zu wahr. Das Problem was hier verschwiegen wird ist das Windows auch nicht soo weit weg ist. Um ein Beispiel zu nennen: Bei meinem Vater streikte vor 3 Tagen mit einem mal das Windows XP - Mein Vater erzaehlte nur was von "Dann erscheint beim Starten F8 und dann irgendein Text". Nach Booten des Rechners war mir auch klar was er meinte. Beim Starten von Windows versucht nach einer Zeit Windows von VesaFB auf den originaeren Grafikkartentreiber umzustellen. Dabei resettete sich die kiste so das sie sofort im BIOS landete - "Press F8 to enter BIOS". Nach einem "Abgesicherter Modus" und entfernen aller Treiber bootete das System, detektierte alle devices und installierte alle Treiber neu. Der Durchnittsuser haette neu installiert. Ich habe mich durchgekaempfte. Der Unterschied zwischen Linux und Windows ist das Linux in seinen Fehlermeldungen "Verboser" ist und die Ergebnisse damit reproduzierbar. Fuer den Normaluser ist aber eine Fehlermeldung und eine reproduzierbarkeit voellig nebensaechlich - Es geht darum das das Werkzeug funktioniert und zwar nicht zum selbstzweck. Der Artikel ist hier nicht vergleichend zu Windows sondern sieht Linux sehr isoliert. Was auf den ersten Blick unfair aussieht ist doch im endeffekt die bittere Wahrheit. Der Fehler ist sich an Windows zu messen und nicht an der Benutzbarkeit. "My aunt tilly needs to be able to do this." In dieser hinsicht ist MacOS X eine weit hoehere Messlatte.
LINUX
Die Not mit dem Retter http://www.spiegel.de/netzwelt/technologie/0,1518,347080,00.html
Hier offenbart sich ein wenig die vorbelastung des Schreibers: "Abgesehen davon enthält der Linux-Sourcecode Unmengen von Fehlern. Immerhin wurde er von Hunderten Programmieren über Jahre hinweg zusammengeschrieben. Und wo viele Menschen arbeiten, werden unweigerlich viele Fehler gemacht. Auch und gerade wenn der Code offen liegt und ständig Schwachstellen entdeckt und ausgebessert werden." Ja - Dieser punkt ist richtig. Wie habe ich mal gelernt. "Fehlerfreier code ist veraltet." Selbes gilt auch fuer Windows nur wird dort nicht systematisch nach fehlern gesucht. "Vor Computerviren sind Linux-User übrigens nur deshalb sicher, weil es sich für böswillige Hacker noch nicht lohnt, Linux-Viren zu schreiben. Und nicht, weil Viren in einer Linux-Umgebung nicht funktionieren würden." Und hier ist der Author goldrichtig. Linux hat noch ein Nischendarsein und wir werden noch eine menge Wuermer und Viren sehen. "Für die Gegenwart sollte das nicht heißen, technologische Entwicklungen zu ignorieren. Man sollte sich nur nicht von ihnen kontrollieren lassen. Unabhängig davon, ob man mit Windows, MacOS oder Linux arbeitet." Jedem sein Spielzeug. Der Artikel enthaelt eine menge Polemik und Phrasen die sich genauso auf Windows oder MacOS anwenden lassen. Nur das der Vergleich nicht gezogen wird oder dieser Hinweis fehlt macht sie nicht falsch. Flo -- Florian Lohoff flo@rfc822.org +49-171-2280134 Heisenberg may have been here.
Am Mittwoch, 23. März 2005 08:10 schrieb Volker Eckert:
hier die links zu den Artikeln.
Danke, ich schau sie mir gleich mal an... 1. "Die Not mit dem Retter"
Nach über acht Monaten Quälerei dann die Kapitulation: Er meldet sich bei linuxforen.de ab
Okay, sowas kann es geben - ein Forum ersetzt eben nicht die lokale LUG.
Da wirkt Linux mit seinem Kontrollanspruch reichlich rückschrittlich. Und das ist auch kein Wunder. Denn so zukunftsweisend die Software auch gerade vermarktet wird: Im Grunde ist sie steinalt.
Das ist Polemik. Was meint der erste Satz ("Kontrollanspruch")? Hier wird geschickt das Attribut "rückschrittlich" mit "steinalt" verquickt.
Für die Kybernetiker erschien der Computer als hochkomplexe aber dennoch bis ins letzte Detail kontrollierbare Maschine. Linux hat das
Und für den Laien erscheint der Computer als willkürlich agierendes Wesen, korrekt.
kybernetische Kontrolldenken in seiner Programmstruktur konserviert. Wer damit arbeiten will, hat nicht nur die Möglichkeit, sondern letztlich auch die Aufgabe, alles an seinem System zu kontrollieren. Er ist nicht nur Anwender, sondern gleichzeitig auch immer der Administrator seines eigenen Systems.
Nun ja, auch unter Linux gibt es Dinge wie hotplug, autofs, devfs und KDE - aber man muss sich bei bestimmten Einstellungen (zum Glück) als root autentifizieren. Unter Windows gibt es Programme, die nur funktionieren, wenn alle Nutzer der Administratorengruppe angehören - dann kann man das Admin-Passwort getrost vergessen...
Wer beim "Blick hinter die Kulissen" mit kryptischen Zeichen operiert,
Seit wann ist Ascii kryptisch? Kryptisch ist der Binärcode der Registry...
die er nicht versteht, gefährdet sein System viel nachhaltiger, als es der dümmste Windows-User je könnte.
Das wage ich zu bezweifeln. Wer ein System nutzt, dessen Quellcode nicht einsehbar und daher auch nicht kontrollierbar ist, handelt genauso fahrlässig, wie jemand, der in einem Fremden Land eine Suppe isst, deren Koch sich nicht in die Küche schauen lässt (oder so).
Abgesehen davon enthält der Linux-Sourcecode Unmengen von Fehlern.
Hier fehlt (bewusst) ein "auch" - Weglassen von Tatsachen erfüllt den Tatbestand des Betruges :}
Immerhin wurde er von Hunderten Programmieren über Jahre hinweg zusammengeschrieben. Und wo viele Menschen arbeiten, werden unweigerlich viele Fehler gemacht. Auch und gerade wenn der Code offen liegt und ständig Schwachstellen entdeckt und ausgebessert werden. Vor Computerviren sind Linux-User übrigens nur deshalb sicher, weil es sich für böswillige Hacker noch nicht lohnt, Linux-Viren zu schreiben. Und nicht, weil Viren in einer Linux-Umgebung nicht funktionieren würden.
Das ist schlichtweg falsch. Die Welt der Linuxrechner ist einerseits zu vielfältig - so dass sich Viren hier nicht so gut verbreiten würden, wie in der Monokultur von Windows. Zum anderen sind die Sicherheitskonzepte wesentlich besser: Dateien benötigen z.B. ausdrücklich ein x-Flag, um ausgeführt werden zu können, Dateiendungen werden nicht versteckt usw.
Doch nur weil Linux in einer Open-Source-Community entstanden ist, werden diejenigen, die damit arbeiten, nicht automatisch freier und unabhängiger im Umgang mit Computertechnologie. Eigentlich ist genau
Automatisch passiert nur wenig - aber Linuxnutzer sind per se unabhänig von der Unternehmenspolitik des wirtschaftsstärksten Konzerns der Welt.
das Gegenteil der Fall: Wer den größten Teil seiner Arbeitszeit damit verbringt, Fehlerprotokolle auszuwerten, Programmbibliotheken zu pflegen, Befehlszeilen auszuprobieren und nach Software-Updates zu suchen, hat sich zum Sklaven seiner eigenen Kontrollsucht gemacht. Angefixt durch Linux-Versprechen, "hinter die Kulissen" blicken zu können.
Das ist eine Frage der Sichtweise. Dasselbe könnte man über politisches Engagement sagen: Wer mitbestimmen möchte, was die Politik tut, muss viel lesen, schreiben; da verzichtet mancher lieber auf sein Kontrollbewusstsein und zieht sich zurück in eine Welt von RTL2, SAT1, Bild oder Spiegel... In Wirklichkeit besteht gerade in dieser Freiheit zur Partizipation an der Opensource-Entwicklung auch ihr Motor. Der Autor beschreibt den Eiindruck eines frustrierten Linuxnutzers, ohne die Dynamik des Ganzen zu sehen: Welches andere System ermöglicht es, unmittelbar auf auftretende Probleme oder Anforderungen zu reagieren, die Funktionalität von Software direkt und schrittweise zu erweitern? Das Prinzip der Aufklärung hat die Wissenschaft weit vorangebracht - was in Redmond geschieht entspricht eher der Geheimwissenschaft eines Priesterstaats (Vatikan?)...
Für die Gegenwart sollte das nicht heißen, technologische Entwicklungen zu ignorieren. Man sollte sich nur nicht von ihnen kontrollieren lassen. Unabhängig davon, ob man mit Windows, MacOS oder Linux arbeitet.
Das ist vollkommen richtig. Nur, dass das Wort "kontrollieren" hier mehrdeutig ist: - Ich lasse mein Leben nicht von der technologischen Entwicklung kontrollieren, wenn ich mindestens 50 % meiner Freizeit _nicht_ am PC verbringe - Ich lasse mich (meine Daten) nicht von der technolog. Entwicklung kontrollieren, wenn ich meine Mails mit GPG verschlüssele und nur noch OpenSource-Produkte verwende - Ich lasse mich nicht von der technolog. Entw. kontrollieren, wenn ich sie kontrolliere, indem ich an ihr teilhabe. Meint der Autor, Microsoft käme jemals auf die Idee, sein Betriebssystem z.B. in samischer Sprache anzubieten?
Ralf Gesel|ensetter [2005-03-23 15:02 CET]:
Am Mittwoch, 23. März 2005 08:10 schrieb Volker Eckert:
hier die links zu den Artikeln.
Danke, ich schau sie mir gleich mal an...
1. "Die Not mit dem Retter"
Eine Anmerkung zum Deinem Quotting: Ich habe eine bißchen gebraucht zu verstehen, das sich das Quotiing nicht auf Volker Eckert zurück geht, sondern Zitate aus dem Spiegelartikeln sind. Bitte achte darauf Zitate aus verschiedenen Quellen deutlich sichtbar zu machen. Zitat aus "Die Not mit dem Retter" "Für die Gegenwart sollte das nicht heißen, technologische Entwicklungen zu ignorieren. Man sollte sich nur nicht von ihnen kontrollieren lassen. Unabhängig davon, ob man mit Windows, MacOS oder Linux arbeitet." Das Fazit unterschreibe ich. Aber wie viele Mitleser leider bestätigen müssen, ist nach einem SuSE Update nicht immer alles in vorheriger Ordnung. Sachlich betrachtet ist der Artikel, wie Benedict bereits schrieb, ungenau. Da sollten die SuSE Produktmanager und -Entwickler ganz genau hinschauen, wenn so etwas in der Weise widergegegben wird. Der Artikel unterschlägt aber, weil nicht zentrales Thema, die Bedeutung von freier Software im nicht technischen Sinne. "Wie die meisten gestressten Linuxer glaubt auch er, durch die Schinderei zu einem "besseren User" zu werden. Kreativ und wissend. Und vor allem: Unabhängig von Microsoft." Es ist bei allem Aufwand sicher keine schlechte Idee seine Zeit und Kraft in Unabhängigkeit zu investieren. Eine Alternative ist jemanden für die Einrichtung zu bezahlen, anstatt eine Windows Lizenz von ca 100EUR zu bezahlen. "Das allerdings ist fraglich. Die vielgerühmte Sicherheit und Stabilität von Linux, scheinbar unabhängig vom Vorwissen und Engagement des Anwenders, hängen in Wahrheit gerade davon ab. Wer beim "Blick hinter die Kulissen" mit kryptischen Zeichen operiert, die er nicht versteht, gefährdet sein System viel nachhaltiger, als es der dümmste Windows-User je könnte." Auch hier sehe ich keine falsche Aussage. Ganz in Gegenteil: Bei Windows ist es mittlerweile bekannt das es unsicher vorkonfiguriert ist. Da Linux aber als sicher gilt, _fühlen_ sich Anwender sicherer, egal was sie tun. Und genau dort ist der Denkfehler. Genau das nimmt der Absatz auf's Korn. Aber hier wird wieder unterschlagen, das der Anwender selbst sich das Ei in Nest gelegt hat. Bei Windowssystemen wird das so als Standard abgeliefert. "Und um überhaupt wieder ruhig arbeiten zu können, installiert er sich Windows XP als zweites Betriebssystem." Das der Protagonist "Raptor" wieder Windows benutzt liegt vor allem an der verwendeten Distribution. Und hier ist halt das alte Geld gegen Karton Denken, was die eigentliche Hürde auf dem Weg zur freien Software darstellt. Ich gehe halt nicht einfach in den Laden und kaufe "Rundumsorglos". Sollte ich derartige Erwartungen haben, bin ich bei Windows recht gut aufgehoben. Jeder der ein Auto fährt übernimmt auch die Verantowrtung für das System und investiert viel Zeit und Geld in den Betrieb des selbigen. Wen ich es nicht selbst machen kann, dann bezahle ich jemanden(KFZ Werkstatt) mit der Wartugn und Pflege. Aber vorher schau ich welches Fahrzeug ich kaufe und vergleiche neben nicht qualifizierbaren Dingen viele qualifizierbare Dinge(Technik). Nun kann man sagen, das ein Auto eiunfach mehr Geld kostet. Aber wenn die eigene Lebensqualität vom Funktionieren eines Computersystems abhängt, dann ist eine eingehende Recherche angebracht. Aber genau die unterbleibt. Auf diese Weise wird die alternative Lösung das Problem. So kehrt ein Unmündiger wieder zurück in den Schoß der Entmündiger. Willkommen zu Hause.
Nach über acht Monaten Quälerei dann die Kapitulation: Er meldet sich bei linuxforen.de ab
Okay, sowas kann es geben - ein Forum ersetzt eben nicht die lokale LUG.
Da wirkt Linux mit seinem Kontrollanspruch reichlich rückschrittlich. Und das ist auch kein Wunder. Denn so zukunftsweisend die Software auch gerade vermarktet wird: Im Grunde ist sie steinalt.
Das ist Polemik. Was meint der erste Satz ("Kontrollanspruch")? Hier wird geschickt das Attribut "rückschrittlich" mit "steinalt" verquickt.
Für die Kybernetiker erschien der Computer als hochkomplexe aber dennoch bis ins letzte Detail kontrollierbare Maschine. Linux hat das
Und für den Laien erscheint der Computer als willkürlich agierendes Wesen, korrekt.
kybernetische Kontrolldenken in seiner Programmstruktur konserviert. Wer damit arbeiten will, hat nicht nur die Möglichkeit, sondern letztlich auch die Aufgabe, alles an seinem System zu kontrollieren. Er ist nicht nur Anwender, sondern gleichzeitig auch immer der Administrator seines eigenen Systems.
Nun ja, auch unter Linux gibt es Dinge wie hotplug, autofs, devfs und KDE - aber man muss sich bei bestimmten Einstellungen (zum Glück) als root autentifizieren. Unter Windows gibt es Programme, die nur funktionieren, wenn alle Nutzer der Administratorengruppe angehören - dann kann man das Admin-Passwort getrost vergessen...
Wer beim "Blick hinter die Kulissen" mit kryptischen Zeichen operiert,
Seit wann ist Ascii kryptisch? Kryptisch ist der Binärcode der Registry...
Hier kann ich den Autor nicht unbedingt widersprechen. Schaui Dir mal eine sendmail.cf an ;-) Das ist ASCII, aber keines was Du oder ich verstehen werden. [...]
Abgesehen davon enthält der Linux-Sourcecode Unmengen von Fehlern.
Hier fehlt (bewusst) ein "auch" - Weglassen von Tatsachen erfüllt den Tatbestand des Betruges :}
Naja, hier eine bewußte Unterschlagung zu unterstellen ist nach meinem Geschmack etwas zu voreilig. [...]
mehrdeutig ist:
- Ich lasse mein Leben nicht von der technologischen Entwicklung kontrollieren, wenn ich mindestens 50 % meiner Freizeit _nicht_ am PC verbringe - Ich lasse mich (meine Daten) nicht von der technolog. Entwicklung kontrollieren, wenn ich meine Mails mit GPG verschlüssele und nur noch OpenSource-Produkte verwende - Ich lasse mich nicht von der technolog. Entw. kontrollieren, wenn ich sie kontrolliere, indem ich an ihr teilhabe. Meint der Autor, Microsoft käme jemals auf die Idee, sein Betriebssystem z.B. in samischer Sprache anzubieten?
Genau. Du hast für Dich eine klare Entscheidung getroffen, warum es besser ist sich von jemanden unabhängig zu machen. Für viele ist das aber kein Problem, weil sie keines sehen. Frank. -- 7. März 2005: Ein schwarzer Tag für Europa. http://wiki.ffii.org/Cons050307De http://patinfo.ffii.org/ Die Rats-Präsidentschaft hat heute die Softwarepatent-Vereinbarung vom 18 Mai 2004, unter Verletzung der Geschäftsordnung und trotz Fehlen einer qualifi- zierte Mehrheit der Mitgliedsstaaten und trotz Gegenträgen mehrerer Mitglieds- staaten als angenommen erklärt.
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