Userspace-Tips

Die gängigen Kommandozeilen-Programme

Was kann man damit machen?

Prinzipiell können all die Befehle einfach eingegeben werden. Nachdem man <Return> gedrückt hat, wird dieser Befehl ausgeführt,bis er sich beendet hat.

Aber mit der Shell (dem Kommandointerpreter) von Unix-artigen Systemen kann man viel mehr machen, als nur einfach der Reihe nach Befehle auszuführen. Wenn man an die Befehlszeile "&" anhängt, so wird der Befehl im Hintergrund ausgeführt, sodaß man sofort weitere Befehle eingeben kann. Das hilft vor allem, wenn man Programme mit langer Laufzeit ausführen möchte.

Natürlich kann man die Ausgabe eines Programmes auch in eine Datei umleiten (geht inzwischen auch unter DOS):

$ ls > ausgabedatei

oder an eine Datei anhängen:

$ ls >> ausgabedatei

oder per "Pipe" an ein Programm zur weiteren Bearbeitung weiter reichen:

$ ls | more

Und was, wenn da "Access denied" steht? - Basics Dateirechte

Dann hat man mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht das Recht, die gewünschte Aktion mit seinem Tool durchzuführen. So weit, so gut - nur, woran erkenne ich, was ich lesen, bearbeiten oder ausführen darf? Oder anders herum, was meinen die Manuals, wenn sie mir raten, einer bestimmten Datei(gruppe) Rechte wie 0744 zuzuweisen?

Ein einfaches  $ ls -l  hilft hier schnell weiter.

$ ls -l
-rw-r-xr--    1 user     group     9089 Mar 17 00:46 file.ext
drwxr-xr-x    1 user     group     4096 Mar 17 00:46 directory

In unserem Verzeichnis liegen also eine Datei "file.ext" und ein Verzeichnis "directory", die beide dem Benutzer "user" und der Gruppe "group" gehören. Beide sind mit Rechten für den Eigentümer ("user") sowie für die Gruppe ("group") und für alle anderen Nutzer versehen. Diese Rechte werden binär abgebildet - 0 entspricht keinerlei Rechten, 1 entspricht "darf ausführen", 2 entspricht "darf schreiben", 4 entspricht "darf lesen". Um diese Rechte miteinander zu kombinieren, werden die Werte addiert, 6 bedeutet also beispielsweise "darf lesen und schreiben". Verzeichnisse müssen übrigens grundsätzlich ausführbar sein, damit man in sie "hineinschauen" kann.

Schauen wir also weiter. In obigem Beispiel würde die Binärangabe wie folgt aussehen:

file.ext  = eigentümer 0110   gruppe 0101   andere 0100   => 0654
directory = eigentümer 0111   gruppe 0101   andere 0101   => 0755

Weist uns also eine Anleitung an, einer Datei(gruppe) die Rechte 0664 mitzugeben, heißt das, dass sowohl der Eigentümer als auch Mitglieder der Gruppe die Datei lesen und bearbeiten, aber nicht ausführen können. Andere können die Datei nur lesen.

Bekommen wir nun als Fehlermeldung ein "Access denied", bietet es sich an, mit einem  ls -l  nachzuschauen, welche Rechte die Datei(gruppe) hat und ob man als Benutzer innerhalb dieses Rechteraums Zugriff hat. Wenn nicht, kann man diese Rechte als Eigentümer oder als Root nachträglich vergeben.  chmod 0644 file.ext  würde beispielsweise Mitgliedern der Gruppe die Ausführungsrechte für die Datei file.ext entziehen - im Gegensatz zu  chmod 0664 file.ext , das allen Mitgliedern der Gruppe Schreib- und Leserechte auf die Datei gewährt.

Daemons

* MailServer

USB mit "speziellen" Geräten

Einige USB-Geräte brauchen nach dem Einstecken noch etwas Feinschliff, oder gar sich ändernde Modul-Parameter. Leider ist das noch nicht so dolle dokumentiert. Ich habe hier z.B. einen Drucker, der sich als serielle Schnittstelle am US-Bus anmeldet. Leider braucht das usbserial.o-Modul aber Vendor- und Product-ID. Voraussetzung ist, daß hotplug installiert ist. Danach kommt die Speziel-Behandlung:

$ cat /usr/lib/hotplug/special-local-config/usb.usermap
usbgenericserial 0x03 0x04b8 0x0202 0 0 0 0 0 0 0 0 0

Das Verzeichnis special-local-config muß einfach nur ein Unterverzeichnis (frei wählbar) sein. update-usb.usermap (gehört zu dem Debian'schen hotplug-Paket liest alle Dateien mit dem Namen usb.usermap aus all den Unterverzeichnissen von /usr/lib/hotplug/ und generiert daraus die /etc/hotplug/usb.usermap. Wenn man kein Debian hat, kann man die Zeile(n) da also auch direkt eintragen.

Als erstes kommt ein Script-Name (dieses Script muß dann in /etc/hotplug/usb/ liegen). Danach kommt ein Bezeichner, der angibt, was für ein Vergleich mit den hinten angegebenen Zahlen (und den Angaben, die das USB-Gerät mit sich bringt) gemacht werden soll. 0x03 ist anscheinend Vergleich von Vendor- und ProductID (das haben zumindest viele andere Einträge so...). Danach kommen besagte Vendor- und ProductID sowie einige nullen (da kommen sonst noch weitere USB-Merkmale hin, aber da wir die ja nicht brauchen...)

Nun sollte man also einmal

# update-usb.usermap

aufrufen, um die /etc/hotplug/usb.usermap zu erzeugen (falls man die Daten da nicht direkt hineingeschrieben hat).

Als nächstes gilt es, das Script /etc/hotplug/usb/usbgenericserial zu erzeugen. Ich habe darin folgendes stehen:

$ cat /etc/hotplug/usb/usbgenericserial
#!/bin/sh

echo "${PRODUCT}" | tr '/' ' ' | while read VENDOR_ID DEVICE_ID REVISION_ID; do
        modprobe usbserial vendor=0x${VENDOR_ID} product=0x${DEVICE_ID}
done

In der Variable $PRODUCT sind Vendor-, Product- und Revision-ID gespeichert, getrennt durch "/". Ich brauchte für das usbserial.o-Modul Vendor- und ProductID (da das Modul leider keine 2MB-Tabelle von 10000 unterstützten seriellen USB-Geräten beinhaltet...) und lade dann das Modul.

Daten-CDs brennen

Brennprogramme auf der Kommandozeile

Im wesentlichen gibt es cdrecord und cdrdao.

cdrecord erwartet als Input .iso, .raw oder .wav. Ein typischer Aufruf wäre z.B.  cdrecord dev=1,0,0 speed=32 -data -eject -data -v testimage.iso 

cdrdao nimmt eine .bin und .cue als Input.  cdrdao write --driver generic-mmc --device 1,0,0 testimage.cue 

Was ist mit "Overburn"? Auch recht einfach: cdrecord gibt man die Parameter  -dao --overburn  mit und cdrdao nur ein  --overburn . Natürlich muß der CD Brenner das ganze noch mitmachen.

Neuere CD-Brenner haben Funktionen, die vor Buffer-Underruns schützen sollen. Diese Funktionen gibt es inzwischen unter einer Vielzahl von Namen: BURN-Free, Freeburn, BURN‐Proof, Just-Link, Lossless-Link, etc. cdrdao benutzt diese direkt, während cdrecord diese standartmäßig abschaltet (Beim Samsung SM-348B allerdings z.B. behauptet cdrecord es abzuschalten, aber funktioniert weiter). cdrecord kann man mit dem Parameter  driveropts=burnfree  aber dazu bringen, dieses Feature doch zu benutzen.

Erzeugen eines Images auf der Konsole

Mit mkisofs erzeugt man einfach CD-Images.

 mkisofs -j -r -l -V "Titel" -o /tmp/imagefile.iso /pfad/zu/meinen/daten/* 

-j

erzeuge ein Dateisystem nach dem Joilet System. Dieser "Standart" wird von Windows benutzt und entspricht nicht ganz dem iso9660 Standart. Ich bevorzuge deshalb diesen Parameter wegzulassen. Wer sein System auf UTF-8 umgestellt hat darf unter Windows statt der erwarteten Umlaute einen netten ix erwarten.

-r

erzeuge ein Dateisystem nach dem relaxten Rock-Ridge Verfahren. Dateirechte und lange Dateinamen werden unterstützt. Das relaxt bedeutet, daß die Dateirechte sinnig gesetzt sind, daß jeder Benutzer darauf zugreifen kann.

-l

erzeuge ein Dateisystem mit langen Dateinamen. Dateinamen können maximal 32 Zeichen lang sein. Umlaute werden durch Unterstriche ersetzt

-V "Titel"

Gib der CD-ROM den Titel "Titel"

-o imagefile.iso

Name der Imagedatei.

Interessante Utilities für die Konsole

bchunk erzeugt aus der .bin/.cue Kombination einzelne .iso's und .wav's. cdw ist eine Nutzeroberfläche für die Konsole (im Stil vom mc), um CDs zu brennen und zu kopieren...

Seltsame CD-Images

Bisher gibt es unter Linux keine Möglichkeit propritäre CD-Image Formate von Windows Programmen zu brennen. Dazu gehören u.a. cdi (DiscJuggler), nrg (Ahead Nero) und .ccd (CloneCD).


Brennprogramme für X (auch für Audio-CDs)


Audio-CDs

Audio-CDs auf der Konsole einlesen

Mit 'cdda2wav' lässt sich die CD wie folgt einlesen:

[user@world]$ cdda2wav -D /dev/scd0 -B

Zuvor sollte ein neues Verzeichnis erstellt und mit 'df' geprüft werden ob die Partition so ca. 700 MB verfügbaren Platz hat, ebenfalls wichtig die CD braucht nicht gemountet zu sein. 'cdda2wav' erstellt nicht nur die wav Dateien sondern auch inf-Dateien. Sollten Schwierigkeiten auftreten solltet ihr prüfen ob eure CD einen Schutz aufweist.

Ist das soeben beschriebene legal?

Eindeutig Ja. 'cdda2wav' ist ein Tool zum Lesen von Audio CDs. Es dient nicht dazu einen eventuellen Schutz zu umgehen, denn dass wäre illegal.

Encoden der WAV-Dateien

Da gibt es verschiedene Möglichkeiten, das gebräuchliste Format ist mp3. Codewandler unter Linux wären 'bladeenc' und 'lame'. Mit:

[user@world]$ bladeenc audio_01.wav

wird die Datei audio_01.mp3 erzeugt.

Mit der etwas komplexeren Befehlsfolge:

[user@world]$ time for i in *.wav;do bladeenc $i;done;play audio_01.wav

werden sämtliche wav-Dateien im Verzeichnis encodet, der Zeitbedarf für die gesamt Codierung wird mittels 'time' angezeigt, und wenn die letzte Datei codiert wurde spielt der Rechner die erste Audio-Wav-Datei ab. Die Zeit die der Rechner für diese Aktion benötigt ist naturgemäß systemabhängig, auf meinem System (400 MHz AMD K6) sind 45 Minuten keine Seltenheit, darum auch der 'play'-Befehl, denn der Monitor wird in der Zeit abgestellt.


Kernel-Tips

Wie finde ich heraus, welche Kernel-Versionen gerade aktuell sind?

Es gibt einen alten Dienst namens Finger, mit dem man früher herausfinden konnte, ob ein User eingeloggt ist, was er so vor hat, wann er zuletzt Mails gelesen hat etc. Dieser Dienst wird auf dem Rechner finger.kernel.org mißbraucht, um die aktuellen Kernel-Versionen von sich zu geben:

$ finger @finger.kernel.org
[zeus-pub.kernel.org]
The latest stable version of the Linux kernel is:           2.6.12.1
The latest snapshot for the stable Linux kernel tree is:    2.6.12-git4
The latest 2.4 version of the Linux kernel is:              2.4.31
The latest 2.2 version of the Linux kernel is:              2.2.26
The latest prepatch for the 2.2 Linux kernel tree is:       2.2.27-rc2
The latest 2.0 version of the Linux kernel is:              2.0.40
The latest -ac patch to the stable Linux kernels is:        2.6.11-ac7
The latest -mm patch to the stable Linux kernels is:        2.6.12-mm1
$ date
Thu Jun 23 10:39:06 CET 2005

Allerdings empfiehlt das Team von kernel.org finger nicht mehr zu nutzen. Stattdessen sollte die Seite http://www.kernel.org/kdist/finger_banner aufgerufen werden.

Neue module in den Kernel einpflegen

Dieser Tipp gilt für die Susi Distribution.

In der Datei /etc/sysconfig/kernel können Module eingetragen werden die beim Bootvorgang mit in den Kernel übernommen werden sollen. Die Zeile

INITRD_MODULES="aic7xxx ncr53c8xxx ......"

ist dafür vorgesehen Module nachzutragen. Dabei ist zu beachten dass die Modulnamen nur durch leerzeichen getrennt werden. Nach dem editieren muss als root noch der Befehl mk_initrd ausgeführt werden und beim nächsten booten sind die gewünschten Module im Kernel.


Links zum Thema Linux

Info

Warum man Linux nutzen sollte
Google von Kopf bis Fuss auf Linux eingestellt
http://www.distrowatch.com/ informiert über Linux/Unix/BSD Distributionen
http://www.linux.de/
http://www.linuxnachrichten.de Linux-Magazin Online Newsletter

Magazine

gedruckt:
http://www.ubuntu-user.de
http://www.linux-user.de
http://www.linux-magazin.de
http://www.easylinux.de

online de:
http://pro-linux.de
http://derstandard.at/r1086/LinuxUnix
http://www.linux-community.de
http://www.heise.de
http://www.linuxfocus.org/Deutsch/
http://www.linuxnetmag.de

online en:
http://ftp.gwdg.de/LG/
http://linuxtoday.com
http://lwn.net

Versand

http://www.ixsoft.de
http://www.linuxisos.de
http://shop.linuxland.de

Lernen

http://www.selflinux.org
http://www.linuxhaven.de/dlhp/
http://www.tldp.org/links/nenglish.html#german
http://www.linux-fuer-alle.de
http://www.lpi-german.de
http://www.lpi.org
http://linuxhilfe.berlios.de/index.php

Debian

http://debiananwenderhandbuch.de
http://www.debian.org/intro/why_debian
http://www.debianforum.de/forum/

Ubuntu

http://ubuntuusers.de/

User Groups
http://www.guug.de/

Laptops

http://www.lug-kr.de/cgi-bin/lugwiki.pl?LaptopLinux
http://tuxmobil.de/fujitsu.html

Obsolet oder ziemlich alt

http://www.kubieziel.de/computer/halloween-german.html Linux Kernel 2.6 - deutsche Übersetzung des "The post-halloween document"

LugOwlWiki: LinuxTips (zuletzt geändert am 2010-04-05 17:37:14 durch GnuIsNotUnix)