Protokoll des 5. Treffens am 04.09.05 ------------------------------------- Weil nur 2 Personen teilnahmen, wurde das Treffen kurzerhand in das nächst gelegene Cafe verlagert. Anstelle der geplanten Tagesordnung entwickelte sich ein Taktik-Gespräch. Ausgangspunkt bildete die Frage, weshalb sich so wenige an der organisatorischen Vorbereitung des geplanten Events beteiligen. Angesichts des Umfanges der notwendigen Vorarbeiten rechneten die Initiatoren von Anfang an mit wenig Beteiligung. Wie dürftig die Mitarbeit dann wirklich ausfiel, überraschte doch. Das Vorhaben, einen Debianday (Arbeitstitel) zu veranstalten, stößt überall auf Zustimmung. Allein es fehlt an Personen, die das Projekt aktiv voran treiben wollen. Die kritische Masse, ein solches Projekt in der Vorbereitungsphase stemmen zu können, wurde nicht erreicht. Über die Ursachen des zu geringen Zulaufes kann man nur Vermutungen anstellen. Als Verbreitungsmedium stand nur installfest@lug-owl.de zur Verfügung. Das hat sich als wesentliches Erschwernis entpuppt. Etliche haben die einzige erlaubte Ankündigung auf linux@lug-owl.de überlesen und deshalb den Fortgang des Projektes nicht verfolgt. Daher konnte das Vorhaben keine echte Breitenwirkung im Kreis der Linux-Anhänger entfalten. Der Ansatz, sowohl Linux-Einsteigern, als auch Fort- geschrittenen geeignete Themen anbieten zu wollen, hat nicht nur positive Auswirkungen gezeigt. Die Entscheidung, beide Interessengruppen gleichzeitig bedienen zu wollen, hatte zur Folge, die zur Verfügung stehenden Ressourcen aufteilen zu müssen. Das wurde von manchen als zu große Beschneidung ihrer individuellen Wünsche empfunden. Das Taktik-Gespräch gipfelte in der Frage, ob das angestrebte Ziel, nämlich eine Zentral-Veranstaltung für OWL durchführen zu wollen, die richtige Antwort auf die augenblickliche Lage ist. Im Kern geht es darum, in OWL die Verbreitung von Open Source und das Niveau im Umgang mit Open Source zu fördern. Natürlich stellt ein Linuxtag wegen seiner Ausstrahlung in der Öffentlichkeit das ins Auge stechende Prestige- Vorhaben dar. Trotzdem gibt es Alternativen. Etliche Veranstaltungsformen wurden auf ihre Eignung hin durchleuchtet. Zuletzt kristallisierten sich Workshop's als das geeignete Mittel heraus, um die vermutlich größte Wirkung erzeugen zu können. Mit der Aufgabe des Zwanges, alles auf einen einzigen Tag konzentrieren zu müssen, vereinfacht sich die Organisation drastisch: Auf etwaige Terminprobleme von Referenten oder Teil- nehmer kann flexibel reagiert werden. Das notwendige Finanzierungsmodell bleibt überschaubar. Kleinere Räumlichkeiten reichen, die Zahl der denkbaren Standorte fällt größer aus. Für einen Workshop werden wenige Helfer benötigt. Man kann die zu behandelnden Themen so gestalten, wie es ein überschaubarer Teilnehmerkreis wünscht. Die jeweiligen Zielgruppen können durch Workshops gezielter und damit wirksamer bedient werden. Das wiegt den Nachteil der geringeren Ausstrahlungs- kraft etwas auf. Mit dieser Überlegung klang das Taktik-Gespräch aus. Damit ist die Entscheidung gefallen, den geplanten Debianday vorläufig in die Warteschleife zu stellen. Sollte eine größere Bereitschaft zur Mitarbeit für einem Linuxtag in OWL erkennbar werden, kann das Projekt fortgeführt werden. Art und Weise mögen die dann Aktiven festlegen. An dieser Stelle ist allen, die bis hierhin unter zum Teil erheblichen Aufwand mitgemacht haben, ein herz- licher Dank auszusprechen. Der Verdienst, im Verbreitungsgebiet der Lug OWL das Bewutßsein für die Notwendigkeit eines Linuxtages geschärft zu haben, gebührt Euch.