Hi, BeschafferInnen, Bitte seit etwas toleranter und * trennt vor Glaubenskriegen erst mal die Design- und Strukturüberlegungen von Produktfragen und * nehmt Rücksicht auf LehrerInnen, die eh schon genug gestreßt sind, und sich nicht auch noch Unbekanntes Neues erarbeiten wollen. Bei Kafka könnt Ihr lernen, daß Unbekanntes erst mal Angst macht. Microsoft ist durch die vielen Werbedollars eben erst mal bekannter und macht weniger Angst als das leider in der Vergangenheit oft von überheblichen Unix-Wissenden als kryptische Geheimwissenschaft hochstilisierte Unix/Linux. Erst mal sollte endlich klar sein, daß es mit und ohne SystemverwalterInnen wenig sinnvoll ist, Klassenräume mit nem Dutzen fetten PCs vollzustellen, ganz egal was da für ein Desktop Betriebssystem drauf läuft und welcher Server Dienste bereitstellt. Das schafft völlig unnötigen Adminstrationsaufwand, von Virenproblemen ganz zu schweigen; es ist extrem schwierig, SchülerInnen jeweils das Setting zu bieten, das gerade für die nächsten Schritte erforderlich ist, es ist viel zu teuer. Ich hab mir so nen Streß aufopferungsvoll ein paar Jahre angetan, Dank gabs dafür nie, von "Entlastung" ganz zu schweigen. Das will kein Stundentopfverteiler wissen, was da an Aufwand anfällt, weil niemand diesen Aufwand bezahlen will. Man sollte Lehrer-KollegenInnen nicht zumuten, das freiwillig umsonst oder für eine Handvoll Entlastungsstündchen zu machen. In Frage kommt imho eher eine Struktur, die ganz klar * möglichst schlanke Clients "just for eyes and hands" als Arbeitsplätze und * zentrale Server, auf denen Daten liegen und Anwendungen laufen vorsieht. Es gibt inzwischen dünne Clients, denen es völlig egal ist, ob sie den Benutzerinnen zeigen, was auf nem NT Terminal Server oder auf nem Linux Server abläuft. Einen einzigen Server zu pflegen, ist immer noch sehr viel Arbeit, aber ganz ohne Arbeit läuft nix. Für NT gibts dafür Verwaltungssoftware von Citrix, die das etwas erleichtert. Meine Güte, wenn die Microsoft Fans unbedingt auch ne Microsoft Windows Oberfläche haben wollen und sich gegen was ganz ähliches sträuben, das nix kostet, dann gebt ihnen doch nen NT Terminal Server im Netz. Darauf kann man ja sogar inzwischen Unix laufen lassen. Viele Kollegen wollen einfach nicht noch so viel Neues lernen. Es kann ja auch wirklich kurzfristig sinnvoll sein, daß SchülerInnen auch mit den instabilen Office Programmen von Microsoft arbeiten, weil sie die ja auch in Betrieben vorfinden. Und als abschreckende Beispiele sind die ja auch noch zu gebrauchen. Daß damit öffentliche Gelder verschleudert werden, weil Linux Server leistungsfähiger und billiger als NT Server sind, scheint erst mal richtig. Auch wenn Microsoft seine NT Terminal Server und Citrix Winframe und Metaframe, Multiuseraufsätze für NT 3.51 und NT 4.0/ NT 5.0/2000 an Schulen verschenken würden, wären die Hardware für Linux Server immer noch billiger, weil die weniger Ressourcen brauchen. (Stellt wenigstens heimlich nen Linux Server mit Samba neben den NT Terminal Server und verwaltet die kostbaren Daten mit Linux.) Aber vielleicht ist es ökonomischer, LehrerInnen nutzen eine ihnen vom heimischen Win9xPC gewohntere Microsoft-IT-Infrastruktur als sie boykottieren eine Linux-Umgebung, die ihnen als etwas Unbekanntes Neues aufgezwungen wird. Dann ist vielleicht die Nutzen/Kostenrelation besser, weil die Investitionen besser genutzt werden. Wenn Ihr mehr Infos zu dünnen Clients braucht, holt Euch doch die dünne Client Mailinglist thinpush@thinplanet.com. Na, war das zu provokant? Euer Bernd Kretschmer BerndKretschmer@Datenkommunikation.de
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