Inspirierender Vortrag über Haskell - Bericht über das Treffen der LugRav am 29.01.15
Hallo, das Treffen der Lugrav am 29.01.15 wurde von Ulrich Rieke durch die Vorstellung von Haskell geprägt. Die Programmiersprache Haskell wurde nach dem Logiker Haskell Brooks Curry benannt, der als Begründer der sog. kombinatorischen Logik die theoretischen Grundlagen der funktionalen Programmierung ausgearbeitet hat. Funktionale Programmiersprachen verzichten darauf, Zwischenergebnisse in Variablen abzuspeichern. Stattdessen können Funktionen auf vielfache und durchdachte Weise so miteinander kombiniert werden, dass am Ende das gewünschte Endergebnis heraus- kommt. Ulrich hat uns gezeigt, an welchen Stellen ein Programmierer umdenken muss und wie elegant Haskell-Programme aussehen, befreien sie doch den Programmierer davon, mit Variablennamen hantieren zu müssen. Haskell ist zurzeit die verbreiteste funktionale Programmiersprache. Die führende Implementierung stammt von der Universität Glasgow und wird in allen größeren Linux-Distributionen als vorgefertigtes Paket angeboten. Ulrich hat uns zunächst die Sprachelemente erläutert und an pasender Stelle immer wieder weiterführende Hinweise eingeflochten. Am Ende hat er live demonstriert, wie in wenigen Schritten komplexe Algorithmen programmiert werden können. Haskell operiert als Compiler, der gleichzeitig wie ein Interpreter in einer interaktiven Umgebung eingesetzt werden kann. In dieser Umgebung stellt er eine Reihee vorprogrammierter Funktionen (Prelude) zur Verfügung. Dort kann man mit einer inspirierenden spielerischen Leichtigkeit arbeiten. Das ist auf die leicht begreifbare Syntax von Haskell und auf die zielführende Strenge der Semantik funktionaler Programmiersprachen zurückzuführen. Es ist kein Wunder, dass auf Haskell gerne zurückgegriffen wird, wenn die Komp- lexität der Aufgabe im Vordergrund steht. Perl6 wird beispielsweise in Haskell entwickelt (Pugs). Wer sich einen ersten Eindruck von Haskell verschaffen will, kann auf der Seite tryhaskell.org einen kurzen interaktiven Lehrgangs durchlaufen und dabei Haskell live ausprobieren. Ulrich hat gezeigt, es lohnt sich. Ulrich hat einen enormen gedanklichen Aufwand betreiben müssen, um uns mit dem Thema vertraut zu machen. Dafür möchte ich ihm im Namen der Lugrav ausdrücklich unseren herzlichen Dank aussprechen. Dieser Vortrag ist aussichtsreicher Anwärter für das Highlight des Jahres in der Lugrav. pv:)
Teilnehmer (1)
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Peter Voigt