Töten impossible
Jan-Benedict Glaw
jbglaw at lug-owl.de
Sat Aug 19 13:10:28 CEST 2006
On Fri, 2006-08-18 20:10:00 +0200, Marcus Werner <workin4 at gmx.de> wrote:
> ich hab grad den Punkt erreicht wo sich ein Programm nicht mehr per
> $kill -9 <pid> töten läßt. Hab ich was verpasst? Ist Linux jetzt schon so weit
> das Probleme nur noch, wie unter Windoze ,mit Reboot oder F13 gelöst werden
> können oder kann ich gleich neu installieren?
Ein Prozeß kann nur gekillt werden (ganz allgemein: die
Signal-Verarbeitung eines Prozesses läuft nur), wenn er 'R'unning oder
'S'leeping ist. Wenn er z.B. gerade im Kernel-Code auf I/O wartet
('D'), dann werden keine Signale zugestellt, also auch ein 'kill
-KILL' nicht (btw.: besser nicht `9' sondern `KILL' nutzen, das ist
portabler!)
Die Ursache für soetwas sind Bugs im Kernel oder echte Probleme mit
der Hardware (Gerät abgezogen, Bugs in der Firmware des Gerätes, ...)
oder Kombinationen daraus (buggy Firmware und der Kernel kennt für die
Operation keinen Timeout...)
Gegen dieses Fehlerbild ("Stuck in D state") gibt es nur zwei Dinge:
* Warten (und auf einen Timeout hoffen. Unrealistisch nach mehreren
Minuten...) und
* Reboot.
MfG, JBG
--
Jan-Benedict Glaw jbglaw at lug-owl.de +49-172-7608481
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