Martin Herweg wrote:
Hallo skolelinux,pingos,schul-netz,LUG!
Für das skolelinux-Projekt arbeiten wir gerade an einer Klausur/Prüfungsumgebung für Linux Terminalserver.
Stellt euch vor, ihr seid ein Schüler und wollt gerne digital "täuschen" also mit anderen kommunizieren oder auf nicht erlaubte Hilfsmittel zugreifen. Welche Ideen fallen euch dazu ein ?
Da du grade unten von einer Terminalserver umgebung sprichst, fallen mir einfach zu viele Moeglichkeiten ein, um zu pfuschen, und wenn es einfach das austauschen von informationen unter den Schuelern ist. Ich koennte einfach ein echo "weiss einer die loesung fuer aufgabe 4?" > /tmp/k.tmp machen (natuerlich mit absprache mit anderen). Das ausperren von allen "gefaehrlichen" Programmen ist nicht zielfuehrend, da: - man immer was uebersieht - es sich irgendwann mit dem Pruefunginhalt etwas beissen koennte - irgendwo die Lauffaehigkeit des Systems (fuer den eingeschraenkten User) alsbald einschraenkt (einfachste Loginscripte funktionieren nicht mehr, etc.). Nagut, ein Schueler der sich im Programmier-Kurs grad mal ein minimal Telnet programmiert um damit http zu machen wird eher nicht schummeln mussen, aber hey, du hast gefragt...
Welche Massnahmen würdet ihr als Lehrer/Admin treffen um Pfuschen zu verhindern ?
wildes gebastel mit sandboxen, chroots, Container (OpenVZ und was davon mitlerweile im Kernel ist), volle virtuelle Maschinen. Jedem eine richtige Workstation geben, ohne Netzwerkanschluss. Stimmt, sowieso, die Netzwerkstrippe ziehen ist immer gut. Stift und Papier.
Interessant währen auch "Denial-of-Service" Attacken. Als lokaler Nutzer eines Terminalserver hat ein destruktiver Schüler andere Möglichkeinete als an einer Workstation, auf der er alleine arbeitet. Welche sind das ?
Jede form von Systemrecourcen ausfuellen. Platte fuellen -> schreibrechte, quota CPU auslasten -> nicen, maximale CPU zeit pro User (Waer nur ungunstig wenn es das Testprogramm toetet...) Die klassische Forkbombe (da reicht schon ein Tippfehler, das muss noch nicht mal absicht sein...) OOM ach, alles moegliche... Bedenke, mal abgesehen von moeglichen Systemfehlern kannst du schon selber welche einfuegen, das du z.B. jede Useraktion mitloggst, bis die Platte voll ist...
Welche Gegenmassnahmen würdet ihr als Admin treffen?
die ulimits einstellen, chroots damit sie an nix rankommen, virtuelle Maschinen. Ach, sie koennten noch den Elektroschoker an die USB-Buchse halten... Sie nicht an die Rechner lassen?
Danke für Ideen & Vorschläge und entschuldigung falls ihr die Mail mehrmals bekommen habt.
Gruß, Martin
Gruss Jan -- Sagt man von Systemadministratoren das sie in die Shell beissen oder den root von unten sehen wenn sie sterben? --- Cecile Neu im IRC sie sterben nicht, sie gehen in einen hoeheren run level.