On Wed, Mar 23, 2005 at 08:10:14AM +0100, Volker Eckert wrote:
Sicherlich sind auch ein paar Funken Wahrheit dabei aber das meiste ist doch auf Bildzeitungsneveau. Das hät ich dem Spiegel in der Form nicht zugetraut.
hier die links zu den Artikeln.
LINUX-BETRIEBSSYSTEM Quälen an der Quelle http://www.spiegel.de/netzwelt/technologie/0,1518,347074,00.html
Schoener artikel und leider nur zu wahr. Das Problem was hier verschwiegen wird ist das Windows auch nicht soo weit weg ist. Um ein Beispiel zu nennen: Bei meinem Vater streikte vor 3 Tagen mit einem mal das Windows XP - Mein Vater erzaehlte nur was von "Dann erscheint beim Starten F8 und dann irgendein Text". Nach Booten des Rechners war mir auch klar was er meinte. Beim Starten von Windows versucht nach einer Zeit Windows von VesaFB auf den originaeren Grafikkartentreiber umzustellen. Dabei resettete sich die kiste so das sie sofort im BIOS landete - "Press F8 to enter BIOS". Nach einem "Abgesicherter Modus" und entfernen aller Treiber bootete das System, detektierte alle devices und installierte alle Treiber neu. Der Durchnittsuser haette neu installiert. Ich habe mich durchgekaempfte. Der Unterschied zwischen Linux und Windows ist das Linux in seinen Fehlermeldungen "Verboser" ist und die Ergebnisse damit reproduzierbar. Fuer den Normaluser ist aber eine Fehlermeldung und eine reproduzierbarkeit voellig nebensaechlich - Es geht darum das das Werkzeug funktioniert und zwar nicht zum selbstzweck. Der Artikel ist hier nicht vergleichend zu Windows sondern sieht Linux sehr isoliert. Was auf den ersten Blick unfair aussieht ist doch im endeffekt die bittere Wahrheit. Der Fehler ist sich an Windows zu messen und nicht an der Benutzbarkeit. "My aunt tilly needs to be able to do this." In dieser hinsicht ist MacOS X eine weit hoehere Messlatte.
LINUX
Die Not mit dem Retter http://www.spiegel.de/netzwelt/technologie/0,1518,347080,00.html
Hier offenbart sich ein wenig die vorbelastung des Schreibers: "Abgesehen davon enthält der Linux-Sourcecode Unmengen von Fehlern. Immerhin wurde er von Hunderten Programmieren über Jahre hinweg zusammengeschrieben. Und wo viele Menschen arbeiten, werden unweigerlich viele Fehler gemacht. Auch und gerade wenn der Code offen liegt und ständig Schwachstellen entdeckt und ausgebessert werden." Ja - Dieser punkt ist richtig. Wie habe ich mal gelernt. "Fehlerfreier code ist veraltet." Selbes gilt auch fuer Windows nur wird dort nicht systematisch nach fehlern gesucht. "Vor Computerviren sind Linux-User übrigens nur deshalb sicher, weil es sich für böswillige Hacker noch nicht lohnt, Linux-Viren zu schreiben. Und nicht, weil Viren in einer Linux-Umgebung nicht funktionieren würden." Und hier ist der Author goldrichtig. Linux hat noch ein Nischendarsein und wir werden noch eine menge Wuermer und Viren sehen. "Für die Gegenwart sollte das nicht heißen, technologische Entwicklungen zu ignorieren. Man sollte sich nur nicht von ihnen kontrollieren lassen. Unabhängig davon, ob man mit Windows, MacOS oder Linux arbeitet." Jedem sein Spielzeug. Der Artikel enthaelt eine menge Polemik und Phrasen die sich genauso auf Windows oder MacOS anwenden lassen. Nur das der Vergleich nicht gezogen wird oder dieser Hinweis fehlt macht sie nicht falsch. Flo -- Florian Lohoff flo@rfc822.org +49-171-2280134 Heisenberg may have been here.